Oh je! Was haben wir denn hier? Das kann ich euch sagen: Es ist seit langem mal wieder ein Film, bei dem wirklich nichts stimmt. Schrottige Filme gab es zwar zu Hauf, doch irgend etwas kann das filmische Treiben meist doch noch vor dem absoluten Tiefpunkt retten, und seien es nur ein paar gute Schauspieler oder irgendwelche kleineren Ideen oder Inszenierungspunkte. Doch mit "Hellborn" soll es nun entgültig mal wieder einen Film geben, der die absolute Tiefstnote verdient, denn bei "Hellborn" gibt es wirklich nichts, was auch nur annähernd passt.
Angefangen bei einer Story, die dünnschissiger kaum sein kann. Es geht um einen angehenden Psychodoktor, der in einer Nervenheilanstalt so etwas wie ein Praktikum absolvieren will. Während seines Praktikums kommt es aber plötzlich zu einigen Zwischenfällen, bei denen einige Patienten ihr Leben lassen müssen. Also wird flux nachgeforscht, wer oder was da in der Anstalt dafür zuständig ist, bis man auf eine dämonische Macht stößt, die es zu bekämpfen gilt... Hört sich bekannt an, ist es auch! Denn was uns "Hellborn" an Storydetails bietet, dass hat man schon des öfteren an anderer Stelle gesehen und das meist viel besser. Keinerlei Innovationen, eine absolut unvollziehbare Handlung und Logiklöcher die jeden Schweizer Käse alt aussehen lassen, sind der ganze Inhalt dieses Films. Es gibt wirklich absolut nichts zu entdecken, was wenigstens annähernd interessant ist.
Und das liegt nicht nur an der Geschichte bzw. am Drehbuch, sondern auch an der hundsgemein schlechten Inszenierung, allen voran die dillethantische Kameraarbeit, die so gar kein überzeugendes Bild bieten kann und zudem meist auch noch verwackelt ist. Die Kulissenauswahl ist schlecht, die dusseligen Spielereien mit den unpassendesten Farbfiltern sind noch viel schlechter. Und wenn es am Anfang und zum Schluss noch ein paar scheußlich schlechte Effekte aus dem Computer gibt, dann möchte man am liebsten ganz schnell die nächste Kloschüssel umarmen. Dazu dann noch ein grausiger Score-Track, der so was von gar nicht gruselig wirkt. Kurzum, dem Produzenten, der diesem talentfreien Crew-Bündel hierfür Geld gegeben hat, gehört wirklich die Lizenz entzogen.
Und da sowohl die Story beschissen ist, als auch die Inszenierung von vorne bis hinten nicht stimmt, kann der Streifen natürlich auch wirklich keinerlei Spannung oder Atmosphäre aufbauen. Nein, man langweilt sich hier wirklich buchstäblich zu Tode. Zudem braucht der ganze Film eh erst einmal geschlagene 60 (von 81) Minuten, um es wenigstens mit dem (völlig misslungenen) Gruseln zu probieren und wenn man bis dahin nicht schon feste eingeschlafen ist, dann wird man dies dann spätestens beim hanebüchenen und völlig abstrusen Ende schaffen. Und wers auch dann noch nicht geschafft hat: mein Beileid!
Zu den Darstellern möchte ich nun nicht mehr allzu viele Worte verlieren, außer das sie dem Film natürlich in jeder Sekunde ebenbürtig sind. Vor allem Bruce Payne beweist uns hier einmal mehr, dass es ihm beim Filmedrehen einzig und allein ums Geld geht und das er sich um ein gewisses Image wirklich zu keinem Zeitpunkt schert. Ansonsten hätte er sein fatal mieses Schauspieltalent nicht auch noch in diesen Schrott gesteckt. Aber was solls.
Fazit: Ungemein schlechtes Gruselfilmchen aus der Direct-to-Video-Abteilung, das nun wirklich gar nichts zu bieten hat. Die Story ist, mit Verlaub, beschissen, die Inszenierung unter aller Sau und die Darstellerleistungen zum davon laufen. Es gibt keinerlei Spannung und null Atmosphäre, dafür grausig schlechte Bilder, in denen entweder mit völlig unpassenden Farbfiltern oder mit Brechreiz erfordernden Spezial Effekten gespielt wird. Kurzum, ein wirklich beschissenes Filmchen, dass wirklich niemand verdient hat!
Wertung: 1/10 Punkte
Diese Besprechung ist auch auf Filmbesprechungen.de erschienen