James Bishop, ein junger Medizinstudent, ist in der Ausbildung zum Psychiater. In der abgelegenen, riesigen und unheimlichen Anstalt des St. Andrews Hospitals findet er unglaubliche Verhältnisse vor: Blut auf dem Boden, Patienten, die verwahrlost und gefesselt sind und nicht gepflegt werden. Alle Patienten haben unvorstellbare Angst, betteln um Hilfe und sprechen von einem "Satan", der sie alle holen wird.
Anstaltsleiter McCourt überredet den jungen Studenten, vorerst nicht die Polizei einzuschalten. Doch je mehr Bishop über das Krankenhaus und seine Patienten erfährt, desto überzeugter ist er, dass dort Unheilvolles vor sich geht.
Die Story von Hellborn ist nicht gerade neu, eine Anstalt in der unheimliche Sachen geschehen wurde mittlerweile schon zigmal durchgekaut und wirklich neue Ideen hat dieser Film auch nicht zu bieten. Die Erzählweise ist zumindest in der ersten Häflte zudem sehr behäbig, so daß der Einstieg in die Story nicht gerade einfach gemacht wird. Dem Regisseur gelingt es zwar durchaus eine morbide Grundstimmung zu erzeugen, diese wird jedoch auch oft durch arg psychologisches Gewäsch um Leben und Humanität unterbrochen. Zum Finale steigen dann wenigstens sowohl der Bodycount als auch das Tempo, abgesehen von diesem seltsamen Harvester Viech macht der Film hier durchaus Laune. Der Härtegrad bleibt allerdings dabei recht zahm, ein Splatterfestival ist mit dem Blauen 16er Papperl auch nicht zu erwarten. Etwas enttäuscht haben mich leider die Schauspieler, für einen B-Horror tummeln sich mit Bruce Payne, Tracy Scoggins oder Tom "Tiny" Lister durchaus Leute von denen man weiß das sie schauspielern können, wenn sie es denn wollen. Hier bleiben leider alle irgendwie blass, Herzblut hat jedenfalls keiner vergossen.
Hellborn ist eigentlich kein richtiger Horrorfilm, vielleicht eher sowas wie Psychogrusel. Die Atmosphäre ist angenehm düster, der Spannungsbogen ganz ok, es gibt schlechtere Filme. Auf der anderen Seite steht das wenig originelle Script und auch die eine oder andere Länge durch die man sich durchhangeln muß. Ums mal wissenschaftlich fundiert auszudrücken: Geht so.
4/10