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Albert Brooks spielt einen Arzt, der kurz vor der Hochzeit seiner Tochter feststellen muss, dass der Vater des Bräutigams, gespielt von Michael Douglas, nicht als Kopiermaschinenverkäufer arbeitet, wie er es behauptet. Bei ihm handelt es sich um einen Geheimagenten der CIA und ehe sich Brooks versieht, steckt er auch schon mitten in dessen neuem Auftrag und darf sich sowohl mit internationalen Schwerverbrechern, als auch mit dem FBI herumschlagen.

"Ein ungleiches Paar" ist sowohl von der Story, als auch von der Inszenierung her eine 0815-Komödie, so beginnt alles, wie Millionen von Komödien zuvor, mit den Vorbereitungen zu einer Hochzeit und nach ein paar kleineren Verwechslungen folgt der Film auch weiterhin dem stereotypen Muster des Genres. Das einzige, was den Film von anderen Komödien unterscheidet und ihn dann doch recht deutlich vom Mittelmaß abhebt sind dabei die beiden gut aufgelegten Hauptdarsteller.

Michael Douglas, der mit "Sag kein Wort" und "Eine Nacht bei McCools" nicht an die Erfolge vergangener Tage anknüpfen konnte, ist sichtlich gut gelaunt und spielt die Rolle des knallharten CIA-Agenten überzeugend. Mit seiner glatten und dennoch sympathischen Spielweise bildet er zudem einen extremen Gegenpol zu dem hektischen und nervösem Brooks. Albert Brooks spielt das Nervenbündel, das schließlich in einen CIA-Auftrag involviert wird überzeugend und besticht dabei mit seiner sympathischen Art, mit der er stellenweise Mitleid für seinen eher friedfertigen und ängstlichen Charakter erzeugt. Als Duo sind die beiden dabei extrem komisch und werfen sich die Bälle nur so zu, womit das ungleiche Paar voll und ganz überzeugen kann. Der übrige Cast macht sich zwar ganz gut, wobei vor allem David Suchet als schwuler Gangster hervorsticht, aber außer Brooks und Douglas kann keiner der anderen Darsteller sonderlich viele Lacher verbuchen.

Regie führt mit Andrew Fleming ein erfahrener Regisseur, der bisher lediglich durch kleinere Produktionen, vornehmlich Komödien, in Erscheinung getreten war. Mit ein paar Action-Szenen und einer brauchbaren, modernen Hintergrundmusik, ist die Komödie handwerklich eigentlich ganz gut gelungen, bleibt aber komplett im konventionellen Rahmen. Mit dieser konventionellen Inszenierung gelingt es Fleming natürlich nicht, die 0815-Story, die weder durch unvorhersehbare Wendungen, noch durch einen Ansatz von Tiefe bestechen kann, zu kaschieren und so sind auch hier wieder die Darsteller gefragt, die Leerläufe verhindern können. Dabei setzt er seine Darsteller gut in Szene und platziert die Gags ganz gut. Darüber hinaus verzichtet er auf allzu fäkalhaltigen Humor und liefert so eine relativ charmante Agenten-Komödie ab, die das Prädikat "familientauglich" durchaus verdient hat.

Fazit:
Durch die makellosen Darstellungen von Albert Brooks und Michael Douglas, die Gags am laufenden Band produzieren, ist "Ein ungleiches Paar" eine durchaus sehenswerte Agenten-Komödie, die ansonsten, weder durch ihre konventionelle Inszenierung, noch durch ihre stereotype und flache Story bestechen kann.

68%

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