Ein Affenzirkus zum Geburtstag
Zu David Lynchs 60. Geburtstag schüttelt er dieses kleine Kuriosum hervor,
und nun steigt es endlich die Netflix-Schlucht empor.
Zwischen Groteske, Film Noir und Wörterspiel,
muss ich sagen, dass mir grundsätzlich dieses skurrile Intermezzi schon gefiel.
Ein keiner Affe wird am Bahnhof von Lynch selbst verhört,
und danach ist nicht nur dieser etwas verstört.
Es wird mit tierischen Floskeln geworfen, dann auch noch gesungen,
dieser süße Primat tobt sich aus, als hätte er zwei Lungen.
Doch im Grunde ist das selbst für Fans natürlich eher eine Fingerübung,
doch das sorgt ja nicht unbedingt für des Spaßes Trübung.
Für manche sinnlos, leer und schräg, für andere erfrischend anders und total Lynch,
ich liege bei der Bewertung mit mir selbst noch etwas im Clinch.
Ich mag die Atmosphäre und einige klassische Lines,
doch im Ganzen ist das nicht durchgehend meins.
Zwischen Schmunzeln und Kopfschütteln ist die Linie oft fein,
für Absurdisten und Anhänger surrealer Shorts geht das aber sicher gut rein.
Fazit: Genie oder Schwachsinn?! Ich würde sagen, von beidem etwas. Ein unschuldig-naives Zwischenspiel eines Meisters mit Langeweile. Kostet kein Geld und kaum Zeit, kann sich jeder Lynchianer mal geben. Nur nichts Lebensveränderndes erwarten. Eine bizarre, unerwartete Fingerübung.