Staffel 2
Neonlicht am Ende des Tunnels
„Kipo“ ist ein echter Geheimtipp auf Netflix und ganz sicher nicht nur für die Kleinen,
da darf ich dann auch schonmal bei der zweite Staffel anfangen zu reimen.
Kipo und ihre Freunde im Kampf gegen den bösen Mandrill,
jeder der allein die neonfarben-leuchtende Optik sieht ist erstmal angetan und still.
Auf den Spuren der Familie, gegen Vorurteile und Kriege,
stehen wenige Serien derart deutlich für Zusammenhalt und Liebe,
selbst wenn auch nicht zu verachten sind die Kämpfe und Hiebe.
Hier hat DreamWorks wirklich abgeliefert, sprühend vor Kreativität und Energie,
da vergeht der bunte, vollgepackte 10er-Episoden-Pack zeitlich wie nie.
Jede Folge strotzt nur so vor skurril-schönen Wesen und Ideen,
und das ganz ohne klassische, abgenudelte Trolle und Feen.
Hier gibt es musikalische Schlangen, käseliebende Ziegen und Techno-Bienen,
Kipo kann nunmal nicht nur mit einer Schublade dienen.
Ein Highlight im zweiten Jahr ist auf jeden Fall die Backstory des Bösen,
bei einer solchen Dramatik und Tiefe wird sicher keiner wegdösen.
Dieser Animationshit lebt hoffentlich noch lang und gesund,
denn das ist genauso emotional und tiefgründig wie lebhaft und bunt.
Perfekte Sprecher, ein urbaner Vibe, Sidekicks zum Schreien komisch,
ja, ich kann es nicht anders sagen, in diese spezielle Postapokalypse abzutauchen lohnt sich.
Da ist sogar noch mehr drin, die Welt rockt, das Potenzial ist groß,
vielleicht kommt am Ende sogar wie beim Luftbändiger heraus das große Los.
Fazit: ein lila Launebär voller Kreativität, Farben und Freude - „Kipo“ ist auch in seiner zweiten Staffel ohne zu zögern ein animierter Tipp für Freunde „Korra“ über „Steven Universe“ bis zum Studio Ghibli. Die Vorbilder sind riesig, das Ergebnis kann sich rundum sehen lassen. Spielerische Spannung. (9/10)