Kurz nach ihrem Umzug an den Stadtrand stellt eine junge Familie ein Kindermädchen für ihre neugeborene Tochter ein. Während die Eltern schnell Vertrauen zu der jungen Frau fassen, glaubt Sohn Igor, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Mysteriöse Vorkommnisse ereignen sich in der Wohnung und das Kindermädchen verhält sich seltsam. Bei den Eltern stößt der Junge mit seinen Bedenken allerdings auf Unverständnis.
Als er eines Tages nach Hause kommt, sind seine kleine Schwester und das Kindermädchen spurlos verschwunden. Die Eltern scheint das nicht zu stören. Sie erinnern sich nicht daran, je eine Tochter gehabt zu haben. Igor macht sich selbst auf die Suche nach seiner Schwester. Eine Suche, die ihn tief in den Wald und in die Arme eines uralten Dämons führt …
Ok., die Nummer mit dem Dämon ist jetzt nicht wirklich bahnbrechend. Hingegen, dass die Kinder verschwunden, weil ihre Eltern sie vergessen haben, wofür eben dieser Dämon sorgt, fand ich jedoch recht originell.
Der Film kommt sehr schlecht weg, besonders bei imdb hat er einen Schnitt von 4,7, was normalerweise darauf hindeutet, dass man es hier mit einer totalen Gurke zu tun hat, die man sich sofort schenken kann. Ich bin da allerdings anderer Meinung.
Da hätten wir zu erst einmal die durchaus guten jungen Darsteller. Alle 3 liefern hier eine tadellose Leistung ab und ich denke, man wird noch viel von ihnen hören – zumindest in ihrem Heimatland Russland.
Dazu kommen teilweise wirklich gelungene Bildkompositionen und Kameraschwenks. Mich würde mal interessieren, in welcher Stadt dieser Streifen gedreht wurde, denn architektonisch fand ich die äußerst interessant und ich habe eine Ansammlung solch recht extravaganten Häuser noch nie gesehen. Alleine die Szene wo sich die 3 Kids an dem Drehrad beraten, wie es weitergeht, ist optisch richtig genial in Szene gesetzt, ebenso die Nummer mit dem roten Wollknäuel.
Hört sich jetzt wohl etwas komisch an, aber davon muss man sich eben selbst überzeugen, denn solche Bilder zu beschreiben, ist ein wenig schwierig und wirkt sicherlich im ersten Moment etwas verwirrend.
Gegen Ende macht der Film jedoch wieder einen kleinen Fehler, denn nachdem die ersten 90 Minuten sehr subtil gehalten sind, wird da die Effektorgie ausgepackt. Das gleiche Schicksal ereilte unter anderem auch AUSLÖSCHUNG oder MAMA, wobei es hier zum Glück nicht zu ausgeprägt ist.
Fazit. Mir hat die Mischung aus Horror, Jugenddrama und Fantasy gut gefallen, daher verstehe ich die schlechten Bewertungen nicht wirklich.