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Stilvoll, optisch schick und routiniert inszeniert, aber inhaltlich wie formell nur eine identitätslose Kopie von sämtlichen Gespensterschockern aus den USA oder Japan in den letzten 20 Jahren. Jegliche landeseigene Identität wurde hier geopfert: Würde die Hexe nicht aus der russischen Folklore stammen, könnte der Film z.B. ebenso gut in Deutschland oder Skandinavien gedreht sein. Die Bilder sind übertrieben unterkühlt, die Stimmung ist durchweg grimmig und alle Erwachsenen sind rücksichtslose, Kinder hassende Despoten. Zwar machen die Jungdarsteller ihre Sache ganz ordentlich mit dem, was ihnen an Szenen und Textzeilen gegeben wurde, aber die Story ist zu wirr, als dass jemals spannungsmäßig einen Gang höher geschaltet werden könnte und mehr geboten würde als nur simple Jump Scares. Es hilft auch nicht, dass die Motive, Fähigkeiten und Grenzen der Schurkin nie genau definiert werden.