Nach den erfolgreichen Jahren und etlichen gemeinsamen Filmen beschlossen Bud Spencer und Terence Hill nach „Die Miami Cops“ getrennte Wege zu gehen. Doch sie wurden danach nie wieder so Erfolgreich wie damals zusammen. Terence Hill drehte einige „Familienprojekte“ während sich Bud Spencer mit den unzähligen Supertypen Filmen selbst ruinierte.
„Renegade“ zählt mit zu den „Familienprojekten“ von Terence Hill. Denn hier spielt auch noch sein Sohn eine Hauptrolle mit ihm. Und um ganz ehrlich zu sein, „Renegade“ war der letzte erfolgreiche Film von Terence Hill der sich danach mit der Rolle des Lucky Luke lächerlich machte. Und danach hörte man von ihm Filmtechnisch auch nichts mehr.
Nun zum Film selbst. Die Story ist etwas dröge und sehr eintönig. Der Bud Spencer und Terence Hill Experte Enzo Barboni versuchte hier wohl Abwechslung reinzubringen. Davon ist im Film kaum was zu spüren. Jedoch tritt keine Langeweile auf. Daher ist der Film ziemlich unterhaltsam jedoch wurde auch an anderen Sachen gespart.
Die Action habe ich ebenfalls etwas vermisst. Keine ordentlichen Prügeleien mehr. Und wenn dann nur sehr rostig und selten. Spannung war ja wohl schon immer bei solchen Spaßfilmen Fehlanzeige. Und wie soll es anders sein, hier natürlich auch. Nur einige Explosion und Stunts können hier nur glänzen.
Wo sind die Gags? Kaum was lustiges gibt es hier zu sehen. Allerdings sind einige Sprüche schon ziemlich witzig. Trotz der Kritik hat Terence Hill seinen Charme nicht verloren. Und auch die Synchronisation kann sich sehen lassen. Sogar dem Jungen Ross Hill wurde eine ordentliche Stimme verpasst.
Einen gewaltigen Sympathiewert versprüht der Film auch. Und in einigen Szenen lenkt die Story ins lächerliche um. In einer Szene wird Terence Hill unsittlich von einer Polizisten abgetastet. Diese Szene könnte auch aus einem schlechten Softporno geklaut sein. Und auch sonst gibt sich die Story aber gehörig die Kugel.
Der Soundtrack besteht aus knapp 3 Liedern die immer wieder rauf und runter gespielt werden. Das erinnert natürlich an die alte Zeit als Bud und Terence ein Erfolg nach dem anderen verbuchen konnten. Gerade in den Siebzigern. Trotzdem passt die Musik zu den Situationen. Jedoch richtige Ohrwürmer sind nicht zu finden.
Am 15.1.1990 schlug das Schicksal mit unglaublicher Härte zu. Ross Hill starb an einem Autounfall im 17 Lebensjahr. Somit hatte Terence Hill seinen Adoptivsohn verloren. Ross Hill spielte auch schon in „Keiner haut wie Don Camillo“ mit. Seine Filmografie beschränkt sich auf nur 2 Filmen, darunter auch „Renegade“.
Fazit: „Renegade“ ist ein Film den man mal Zwischendurch ruhig mal ansehen kann. Leider sind kaum Gags vorhanden. Die Darstellung ist eigentlich Top, das bedeutet Terence Hill in Topform. Action ist ebenfalls Mangelware. Die Story verbirgt auch viele positive und negative Dinge. Bleibt zu sagen, das „Renegade“ der letzte erfolgreiche und auch gelungene Streich von Terence Hill war.
Kurzfazit: Für Zwischendurch sehr geeignet!