"Das ist bisweilen auch kitschig, aber von einem Kitsch, der wunderbar zu berühren weiß, weil er sich auf das Träumen bedingungslos einlässt."
Ein schöner & meiner Meinung nach sehr zutreffender Satz, geschrieben von Dunja Bialas in ihrer Kritik auf "artechock". Christian Petzolds Neuinterpretation der Undine-Geschichte hat mich berührt. Paula Beer brilliert in der Titelrolle, dieses mysteriöse Wesen, das nicht von Luft & Liebe, sondern von Wasser & Liebe lebt.
Franz Rogowski lebt als Christoph nicht von Wasser, sondern (auch) im Wasser. Er ist Taucher, arbeitet Unterwasser, repariert Turbinen. Er lernt Undine kennen (& lieben), als durch seine Ungeschicktheit ein Aquarium zerbirst & sich der Inhalt über sie beide ergießt.
Undine ist vieles. Es ist ein Film über Berlin, über die Liebe, über das Leben, über den Tod, ein romantisches Großstadtmärchen, schön & traurig, zärtlich & träumerisch, poetisch & hypnotisch, jedoch mit einer dunklen & bitteren Note. Denn wie Undine am Anfang sagt: "Wenn du mich verlässt, muss ich dich töten."