Manchen Filmemachern fehlt schlichtweg die Empathie gegenüber Zombiefans, was eigentlich ein Unding ist, seit „The Walking Dead“ so hohe Wellen schlug. Autor, Regisseur und Produzent Wych Kaosayananda schafft es dennoch, den Zuschauer innerhalb einer Laufzeit von 80 Minuten über 50 davon zu langweilen.
Sylvia und Rose haben sich in ein Luxusressort zurückgezogen und scheinen in diesem Areal die einzigen Überlebenden einer Zombie-Apokalypse zu sein. Karge Informationen erhalten sie durch die Funksprüche eines Mannes, der sich DJ nennt. Als eines Tages Untote in die Ferienanlage eindringen, müssen die beiden zwangsläufig handeln…
Es grenzt an Masochismus, die ersten 52 Minuten durchzuhalten, ohne dabei wegzupennen, oder, was deutlich wahrscheinlicher ist, die geballte Langeweile vorzeitig zu beenden. Die augenscheinlich lesbisch veranlagten Frauen verbringen ihre Zeit mit Relaxen im Pool, sie lesen, malen Bilder aus Wollfäden und latschen wahlweise mit Baseballschläger, Machete oder Pistole durch die Außenanlage. Von einer Bedrohung fehlt jedoch der Hauch einer Spur. Selbst akustisch gibt es keine Auffälligkeiten und wäre nicht kurz von Zombies die Rede, wüsste man nichts von ihnen, zumal es null Hintergrundinformationen zur vermeintlichen Untergangsstimmung gibt.
So verstärkt der meditativ wirkende Score die Belanglosigkeit der Szenen, die noch nicht einmal zu einer Figurenzeichnung beitragen, da sich die beiden allenfalls sporadisch etwas sagen: „Noch ein Tag im Paradies“ – „So wie jeder Tag“ soll wohl so etwas wie das Leitmotiv darstellen. Der allgegenwärtige Minimalismus setzt sich bei den Aufnahmen außerhalb der Ferienanlage fort, als die beiden mit einer Art Golfmobil einen Ausflug wagen und ein paar Ranken, die locker über einige ansonsten recht saubere Fahrzeuge gelegt wurden den globalen Zerfall untermauern sollen.
Das Verdummdeubeln des Betrachters erfährt immerhin ein Intermezzo, als es tatsächlich zum Auftritt einiger, weniger Zombies kommt, die zudem furios unterwegs sind. Die Mehrheit der Komparsen ist nur hell geschminkt, vereinzelt gab man sich etwas mehr Mühe, wodurch ein offenes Gehirn oder ältere Fleischwunden zum Vorschein kommen. Allzu blutig fallen die Aufeinandertreffen nicht aus, zumal Einschüsse kaum sichtbar werden und Stiche komplett im Off verschwinden. Durch den Dauereinsatz von Slowmo werden die wenigen Konfrontationen noch entschleunigt, von spannenden Momenten kann zu keiner Zeit die Rede sein.
Der in einer verwaisten, thailändischen Ferienanlage gedrehte Mumpitz bietet nicht viel von dem, was sich eingefleischte Zombiefans im Kern wünschen. Das Thema ist komplett verfehlt, der Inhalt passt auf ein Blatt Klopapier (4lagig, wegen dem Druck des Kulis) und wirklich überzeugen können die bemitleidenswerten, teils halbnackten Darstellerinnen auch nicht. Komplette Zeitverschwendung.
2 von 10