Ein Drama um eine gescheiterte Existenz,auf einer Lebenslüge basierend erzählt uns Robert Benton in ruhigen,fast poetischen Bildern.
Aufgrund einer unbedacht rassistischen Äußerung wird Collageprofessor Coleman Silk entlassen,kurz darauf stirbt seine Frau und er steht vor dem Nichts.Er bittet den Schriftsteller Nathan Zuckerman,seinen Lebenslauf niederzuschreiben.Doch schon bald lernt Coleman die wesentlich jüngere Faunia kennen,mit der er eine Beziehung eingeht.Doch das Geheimnis seiner Vergangenheit holt ihn schon bald ein.
Aus der Erzählperspektive des Schriftstellers bekommen wir einen Einblick in das Leben von Coleman Silk,dessen Leben auf einer großen Lüge beruht,was er aber nur dem Autor anvertraut.
Gegenwart und Rückblenden wechseln sich ab und wir erfahren die Hintergründe dieser Lebenslüge,die Beweggründe die Coleman dazu trieben,sich selbst und seine Identität zu leugnen.
Eindrucksvolle Szenen(wie Hopkins und Sinise angetrunken auf der Veranda tanzen)sind dabei eher selten zu finden.Angeschnittene Themen wie Rassismus und Selbstachtung kommen dabei im Verlauf viel zu kurz und werden nur oberflächlich behandelt.
Dennoch weiß das Drama mit intensiven Emotionen zu überzeugen,was sicher auch auf die schauspielerische Leistung von Anthony Hopkins zurückzuführen ist,der mal wieder alle übrigen Beteiligten an die Wand spielt.Daneben wirkt Nicole Kidman reichlich fehlbesetzt,die leicht unterbelichtete Analphabetin mit schwerem Schicksal nimmt man ihr nicht so recht ab.
Dennoch kann „Der menschliche Makel“ beeindrucken und durch eine schwermütige Grundstimmung und einem herausragenden Hopkins ein paar Schwachpunkte kaschieren.
7 von 10 Punkten