Review

iHaveCNit: Tesla (2020)
24.08.2020

Irgendwie witzig aber auch komplett passend, dass mit knapp 1 Monat Abstand zwei Filme mit dem gleichen Thema in die Kinos kommen. Und vor allem auch für mich als jemand, der selbst in der Energiebranche arbeitet, kann man ganze 3 Filme aus dem aktuellen Filmprogramm als „berufliches Interesse“ werten. Nach „Marie Curie“ und „Edison – Ein Leben voller Licht“ gibt es nun auch noch einen Blick auf den Visionär, der auf beiden Seiten damals im „Current War“ beteiligt war. Die Rede ist von Nikola Tesla, der bereits zum Beispiel in Christopher Nolans „Prestige“ von David Bowie und auch in „Edison – Ein Leben voller Licht“ von Nicholas Hoult gespielt worden ist. Hier in „Tesla“ darf Ethan Hawke die Rolle übernehmen.

Der serbokroatische Visionär Nikola Tesla wird im Stromkrieg zwischen dem Gleichsstrom von Thomas Edison und dem Wechselstrom von George Westinghouse auf beiden Seiten seinen entsprechenden Einfluss haben. Danach möchte er sich selbst noch seinen eigenen Visionen widmen, jedoch ist es für für ihn nicht leicht, entsprechende Finanzmittel – selbst bei J.P. Morgan, dem Vater seiner Freundin Anne.

„Tesla“ kann als Biopic vielleicht für den ein oder anderen etwas konfus und verwirrend sein, aber das ist eine interessante Herangehensweise, die somit auch dem etwas konfus und wirr scheinenden Charakter und Geist von Tesla in Ansätzen gerecht wird. Durch die Handlung wird man hier eher von der von Eve Hewson gespielten Anne Morgan geleitet, die neben einem Voice-Over auch gerne mal den Zuschauer durch die 4. Wand direkt anspricht, über viele geschichtliche und technische Zusammenhänge aufklärt und auch mal an einem Macbook sitzt und zum googlen auffordert. Der Film liefert darüber hinaus auch mal ganz subtile Hinweise auf heutige Errungenschaften, die durch Visionen Teslas überhaupt erst möglich gewesen sind. So checkt Edison durchaus auch mal sein Smartphone. Mit einem für heutige Zeiten relativ überschaubaren und eher niedrigem Budget von knapp 5 Millionen hat der Film einige auch interessante optische Ideen zu bieten, wenn er vor allem Tesla auf eine Bühne stellt und der Hintergrund auf einer Leinwand projiziert wird. So kommt vieles im Film auch überraschend aus dem Nichts und auch Ethan Hawke macht eine gute Figur dabei.

„Tesla“ - My First Look – 8/10 Punkte.

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