Review

No Creep 'til Brooklyn


Der Vorgänger ist ein Meilenstein des italienischen B(ahnhofskino)-Films. Mit „The Riffs 2“ wurde nichtmal ein Jahr später zügig nachgeladen von den geldgierigen Italoplagiatkönigen - die Bronx verfällt weiter, es ist mittlerweile 1995, eine düstere Zukunft, Trash düst einsam durch die endzeitlichen Ruinen und die Regierung bzw. Megabaukonzerne wollen die Slums und Gangs endgültig ausrotten und umbauen. Gentrifizierung trifft Gangsterfaust. Denn natürlich lassen das unsere standhaften Schläger und Gauner nicht ganz ohne Gegenwehr mit sich machen…

„The Riffs 2“ ist ein Ballerfest. MG, Panzerfaust, Flammenwerfer überall und dauernd. Homo Sapiens Medium Rare. Unser gut gebauter Trash deprimiert und grimmig immer mittendrin. Ein Aufguss mit mehr Wumms, weniger Glanz, noch weniger Hirn. New York war einmal. Eine halbwegs ganze Gesellschaft ist blasse Erinnerung. Mehr Muskeln, weniger Definition. Mehr Fett, weniger Leidenschaft. Schweiß, Blut und Tränen. Wiederholung in Masse. Die Gladiatoren einer untergehenden/untergegangenen Zivilisation. Fiese Firmen, abgefuckte Antihelden. „The Riffs II“ läuft gut durch wie die blutigen Bohnen in einer Kaffeemaschine aus Schwermetall. Räumungen und Rangeleien. Warriors of the Wasteland. Endzeit im verfaulten Big Apple. Die Erben der Schlange. Knarren statt Klappern. Kanalratten und Kapitalismushydra. Schade, dass nie ein richtiger Teil 3 kam! („Rats“ zählt nicht wirklich)

Fazit: zwar nicht mehr ganz so frisch, verrückt und direkt wie sein Vorgänger, deutlich repetitiver, explosiver - aber dennoch rocken diese Krieger aus der staubigen Bronx!

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