Die erfolgreiche Immobilienmaklerin Barbara Springer wird am Tag nach ihrem Geburtstag tot aufgefunden. Todesursache: 2 Stiche mit einem Sushimesser. Recht schnell bekommen die beiden Kommissare Ringelhahn und Voss heraus, dass die integere, beliebte, menschenscheue und freigiebige Luxusdame sich schon seit Jahren erfolgreich in Dating-Portalen rumgetrieben hat. Vor einem halben Jahr allerdings war abrupt Schluss damit, und den Geburtstag hat sie ausgerechnet mit ihrer Kollegin verbracht. Könnte Eifersucht das Motiv gewesen sein? Oder steckt da vielleicht noch mehr dahinter?
Als fast-gebürtiger Nürnberger habe ich mir die Folge eigentlich nur wegen der alten Mehr-oder-weniger-Heimat angeschaut. Entsprechend waren meine persönlichen Highlights die beiden Assis Fleischer und Schatz, die in breitestem Fränkisch immer wieder Stimmung erzeugten. Aber der Rest, also alles was mit dem Kriminalfall zu tun hatte, war eher dröge. Ein mühsam konstruiertes Drama mit mühsam konstruierten Zusammenhängen und mühsam konstruierten Figuren, die kaum Realitätsnähe hatten und einer wie der andere unsympathisch waren. Auch bei den beiden Kriminalhauptkommissaren hielt sich meine Zuneigung in Grenzen – Dagmar Manzel kam mir mit ihrer melancholischen Art im Lauf der Folge durchaus immer näher, während Fabian Hinrichs als alerter Nordfriese eher fremd blieb. Aber dann doch nicht so fremd, als dass er wie ein Fremdkörper in der fränkischen Gemütlichkeit gewirkt, und somit zu skurrilen oder merkwürdigen Situationen beigetragen hätte. Nein, der Fall an sich war nichts Besonderes, die Ermittler ebenfalls nicht, und nur die Ansichten der Städte Nürnberg und Fürth, sowie die Verwendung des traumhaft schönen Keep the streets empty for me von Fever Ray haben für Zustimmung und gegen Schlaf geholfen. Mühsame Durchschnittsfernsehware …