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Mit dieser Neuverfilmung von Mulan scheint Disney sich hauptsächlich dem chinesischen Markt anbiedern zu wollen. Die vermittelten Werte und Botschaften wie Ehre, Treue, Vaterlandsliebe und Familie sind im Westen und speziell im Rest von Deutschland schon lange nicht mehr in Mode. Immerhin dürfen wir uns politisch korrekt an einer starken weiblichen Superheldin erfreuen, die das chinesische Kaiserreich parktisch im Alleingang vor den bösen Feinden rettet. Fazit: Wer sich knapp 2 Stunden an schönen bunten Bildern ergötzen kann wird die hölzern agierenden Darsteller sowie die alberne und vorhersehbare Handlung vielleicht bis zum Ende ertragen.
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Über Sinn oder Unsinn der derzeitigen Disney-Remake-Reihe braucht man gar nicht mehr zu reden. Keine Songs, kein kleiner Drache und auch kaum Comedy Relief: Fans der 1998er Zeichentrickversion beschweren sich über die Änderungen. Aber eben diese Punkte halte ich persönlich für Verbesserungen. Andererseits ist MULAN 2020 durchtränkt mit Hollywoods aktueller Gender-Agenda, weshalb die Titelheldin hier - genau wie z.B. auch eine Rey in den jüngsten STAR WARS Teilen - von Anfang an eine mächtige und kompetente Kämpferin ist, die sich unter den Männern sogar zurückhalten muss! Dadurch erlebt ihre Figur keine echte Weiterentwicklung, wie langweilig. Blödsinnig auch, dass niemand sofort erkennt, dass das eine Frau in Soldatenrüstung ist. Außerdem können etliche Kostümfilme aus der Volksrepublik China, Hongkong oder Südkorea da an Bombast mithalten trotz viel kleinerer Budgets.