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Unberechenbar und unwiderstehlich - Mr. Jones verfügt über unglaubliche Energie und unglaublichen Charme. Doch nur allzu oft fällt er von Hochstimmung in tiefste Depression. Die aparte Dr. Libbie Brown nimmt sich seines Falles an. Ihre herkömmlichen Methoden greifen nicht. Denn Mr. Jones ist einzigartig. Und immer für eine handfeste Überraschung gut. Als er es aber wagt, Dr. Brown den Hof zu machen, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen.

Muß man denn *seufz* jede Schnulze bis auf nahe zwei Stunden aufpumpen? Mr. Jones bietet dabei aber immerhin eine Art zweigeteilter Geschichte. Zum einen die Standard Love Story, wie es sie schon zigfach davor und danach gegeben hat, zum andern eine psychologische Studie über einen Menschen der geistig zwischen Yin und Yang, also von himmelhochjauchzend bis Volldepri, hin- und herschaltet und aufgrund seines Hobby auf Dachgerüste zu klettern in psychiatrische Behandlung geschickt wird (ob daher der Fachbegriff Dachschaden kommt?).
Es wäre schön gewesen, wenn man da allerdings mehr Zeit auf die mentale Ambivalenz aufgewendet hätte, denn Richard Gere verkörpert bei Enden der Gefühlskette wirklich sehr gut, aber man muß ja auch mit Gewalt die Geschichte der reservierten Psychologin und dem grundsympathischen Patienten zum Happy End prügeln.
Bleibt ein eher zwiespältiger Eindruck. Als Charakterstudie wäre hier mehr drin, während der romantische Part eher langweilig und nach Vorschrift abgespult wird. Dem Kinozuschauer hat der Mix auch nicht wirklich gefallen und quittierte Mr. Jones zumeist mit Nichtanwesenheit. Wirklich verdenken kann man es ihnen nicht.
5/10

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