Staffel 4
Alles hat ein Ende nur das Game hat drei…
In der vierten und (leider?) letzten Staffel von „Mythic Quest“ kommen Poppy und Ian zur Firma zurück, es kündigt sich hoher Besuch aus Kanada sowie Nachwuchs (!) an - und wir erleben sogar die Wiederauferstehung eines alten, gereiften, streamenden Bekannten…
Ich hätte „Mythic Quest“ einen (noch) besseren Abgang gewünscht. Aber so ist das manchmal. Gerade bei nischigeren Serien. Staffel 4 der nerdigen Apple+-Produktion hat gefühlt keine Ahnung, dass dies das Ende werden würde. Fluch oder Segen? Jedenfalls werden etliche Handlungsstränge und Charakterentwicklungen nicht zu Ende geführt, einiges bleibt in der Luft hängen und man geht hier eben nicht dann „wenn es am schönsten ist“. Dabei sind es noch nichtmal nur die tonalen Schwankungen (die schon die vorangegangene Staffel geplagt haben) oder eine ganze Folge, die unnötigerweise und ausgerechnet Pootie gewidmet ist. Das Team samt Chemie fühlt sich einfach etwas kalt (geworden) an. Die „Murder Dinner“-Episode ist nochmal ein Lichtblick. Aber gerade emotionale Verbindungen und Beziehungen fährt „Mythic Quest“ hier teilweise etwas in unverständliche Bahnen. Die Schwangerschaft Poppys? Seltsam. Ians Entwicklung? Dubios. Die Beziehung der beiden? Passt nicht. Die Beziehung zwischen Rachel und Dana? Immerhin ein Heiratsantrag. Die zwei neuen Spieletester-Lullis? Interessieren mich null. Das Schicksal von „Mythic Quest“ selbst? Kaum ein Thema mehr. All solche Dinge hinterlassen keinen guten Beigeschmack für Figuren, die man eigentlich liebgewonnen hat… Obwohl es immer noch eine Menge zu Lachen gibt zwischen all den losen Enden.
Fazit: teils ordentlicher, meist aber bei weitem nicht perfekter Abschluss einer der wenigen ernstzunehmenden (und in den besten Momenten phänomenal lustigen) Serien über die Videospielbranche… Macht's gut Ian, Poppy und Co.! (5,5/10)