Review

"Eine Handvoll von Verrückter. Alles was sie können ist Töten."
"Sie sind das letzte was wir haben."
Es ist auch jene resignative Bewunderung für den Söldner, die die Filmbeiträge aus verschiedensten Ländern miteinander verschwägert.
Nun, Indonesien diesmal wieder - wenn auch ohne Barry Prima, dessen Abstinenz aber gar nicht weiter auffällt, da der Feynd es hier mit "Den Fünf Söldnern Des Todes" zu tun hat.
In Großbuchstaben, wie "The Four Horsemen" oder "The Three Stooges".
Sie sind eine Sondereinheit aus fünf Außenseitern (zu unterscheiden via Gesichtsbemalung, Haartracht und Bewaffnung), dem weit weniger außenseiterischen Duo zweier indonesischer Hochdekorierter zur Seite gestellt, den Ho-Chi-Minh-Pfad zu unterbrechen.
Offenbar war der Vietcong ca. 1985 doch noch gut dabei.
Die Indonesier sind hier aber wohl gar keine - im Film zumindest.
Sie sind nur die Opposition gegen den Vietcong, der sich übrigens zu mindestens 70 % aus Frauen, genauer gesagt "Mischlingen" zusammensetzt.
"Meine Mutter war Nordvietnamesin, mein Vater kam aus Eurem Land. Und Leute aus Eurem Land waren es auch, die meine Eltern umbrachten!" spricht die böse Foltermagd, und wird am Ende gar grauslich mit dem Bajonett erlegt.
Nicht anders geht es einer anderen roten Soldatin, die in einem Fangnetz festsitzend aus etwa 80 cm Entfernung mittels Pfeil und Bogen erschossen wird.
An der Sehne ein Söldner, dessen personalisierte Rückblende uns in augenschmerzendstem Rot minutenlang "Frauen nicht trauen!" nachschreit.
Wortwörtlich !
Zwei Theorien: Erstens: Wäre es überzogen, zu vermuten, daß ein muslimisches Frauenbild diesen Film durchzieht?
Zweitens: Der Vietcong steht mal wieder für den Kolonialherren der eigenen Vergangenheit.
Daher auch die mit Armbrust, Bogen oder Speer doch eher als traditionell bis archaisch zu bezeichnende Ausrüstung der "Söldner des Todes", oder der (Stammes) Ritus, sich mit dem Blut des Feindes zu waschen.
Wieder ein Mal stehen ererbte Werte dem hochtechnisierten Eindringling gegenüber.
Warum man allerdings gleichzeitig keine Möglichkeit ausläßt sich mit den USA, der Mutter aller hochtechnisierten Eindringlinge, solidarisch zu erklären, liegt wahrscheinlich mit der außerfilmischen Wirklichkeit zusammen: General Suhartos Aufnahme des Westens mit offenen Armen hätte wohl alles andere verboten.
Eins noch: Falls man mal im Dschungel angeschossen werden sollte - man weiß ja nie - einfach einen Gegner fangen, ihn kopfüber an den nächsten Baum hängen (lebend) und mit einem Schlauch den eigenen Blutkreislauf mit dem seinen verbinden.
"Was für ein Glück, daß er die gleiche Blutgruppe hatte wie ich !"

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