Ich glaub' mein Schwein schleift!!!
Amerika ist gespalten, jeder hält den jeweils anderen Teil der Nation für verrückt,
doch gerade in dieser nicht einfachen Zeit, „The Hunt“ sicher den ein oder anderen besonders entzückt.
Ein Brett irgendwo zwischen „Purge“ und „Battle Royale“,
dagegen wirken viele andere „Skandalfilme“ schmächtig und fahl.
Hier ist die Jagd eröffnet, auf die Fresse kriegt jeder,
da geht’s genauso rechts wie links, dem Hipster wie dem Redneck saftig ans Leder.
Jeder kann hier sterben, die Zeit verfliegt wie Körperteile,
hier gibt’s jede Menge Schweinereien - nur keine Langeweile.
Ein echter Hit, polarisierend und am Zahn der Zeit,
ich hoffe die Staaten verstehen das und sind für diesen versöhnlichen Krieg auch schon bereit.
Annäherung durch Gewalt, Gleichheit durch Tod,
für diese Frau Gilpin geb' ich mein letztes Hab und Brot.
Da wird gestochert, geschossen, gesprengt und gelästert,
und selten hat ein derart gewalttätiger Film am Ende im Geiste doch irgendwie verschwestert.
Eine oft wahnsinnige Nation im Clinch, mit all ihren Macken,
da kriegt schonmal ein Typ ohne Vorwarnung 'nen Pfeil in den Nacken.
Von Waffenfetisch über Vorurteile bis hin zu Gemeinsamkeiten,
ich hoffe es bleibt, dass die sich nur auf der Leinwand so blutig streiten.
Eine aberwitzige Idee, Liberale jagen Konservative und Extremisten,
doch dieses Massaker lässt sich nicht packen in Schubladen oder Kisten.
Das geht nach vorne und hört auch nie mehr auf damit,
da hält es selbst im Sitzen auf Trab da zu halten Schritt.
Mit der arschtretendsten Heroine seit Beatrix Kiddo, der Braut,
selten hat man einer schönen Frau dabei zugesehen, wie sie derart auf die Scheisse haut.
Eine Satire mit ernstem Grund und lobenswerten Zielen,
ich hoffe hierhin wird Hollywood in Zukunft öfters schielen.
Ihr merkt's, „The Hunt“ gefällt mir ausgesprochen gut,
und das bei weitem nicht nur wegen dem literweise vergossenen Blut.
Fazit: einer dieser Filme, die einen um 1 Uhr in der Nacht von Freitag auf Samstag, nach einer heftigen Arbeitswoche, drei Bier und trotz enormer Müdigkeit, noch leichtfüßig wach halten, richtig krachend unterhalten und sogar saftig-spielerisch zum Nachdenken anregen. „The Hunt“ rockt, bockt und schockt. Die perfekte Fusion aus Splatstick und Anspruch. Und Betty Gilpin ist <3</span>