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Schwachsinnige Story, deren Hintergründe selbstredend unklar bleiben. Überforderte Schauspieler, nervige Musik, unglaubwürdige Schauplätze, unmotivierte Softsexszenen, dh. eigentlich nur Striptease und Schlammcatchen. Aber unverkennbar ein Film von Jean Rollin.
Die Hauptdarstellerin ist eine junge thailändische Prostitutierte, von der man vermutet - ohne näheren Beleg dafür -, daß sie von ihrem französischen platonischen Freund ein Röhrchen mit einem biologischen Kampfstoff erhalten hat, bevor dieser ermordet wurde. Um diese kämpfen nun zwei Gruppen, die eine vielleicht vom französischen Staat (klar wird das nicht), die andere eine typische Rollinsche Amazonen-Gangsterbande. Wenn sie sich gegenseitig abschießen ist das käsig und lächerlich. Offenbar wurde der Film bis auf ein paar Archivaufnahmen in Frankreich gedreht, sogar der chinesische Bordellbesitzer wird von einem Franzosen mit aufgeklebten Fu-Man-Chu-Bärtchen gespielt. Das ganze hat also auch kein bißchen den Lokalkolorit der "Trottoirs von Bangkok". Dazu kommen die üblichen Zeitschindereien der Flugzeugstarts und -landungen, Zugfahrten usw., allerdings sind die stümperhaften Actionszenen nicht weniger langweilig.
Die DVD wirbt mit dem Blurb des "Front Magazine": "Möglicherweise der unnötigste Film der jemals gedreht wurde". Wenn es nur so wäre, aber ich fürchte aus der Filmographie von Rollin sticht er diesbezüglich nicht einmal so sehr hervor...

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