In „Maverick“ spielt Mel Gibson den gleichnamigen Pokerspieler, der ein großes Ziel hat. Er Möchte am großen Pokerturnier auf dem Schiff Lauren Belle teilnehmen. Dummerweise fehlen ihm dazu noch 3000 Dollar, um die 25000 Dollar Antrittsgeld aufzubringen. Deswegen klappert er all die Leute ab, die ihm noch Geld schulden, ihn dann aber oft an der Nase herumführen und nicht so ganz ehrlich sind. Auf seinem Weg zum Turnier trifft er auf die attraktive Diebin Annabelle Bransford (Jodie Foster) und den Marshall Zane Cooper (James Garner). Ihm auf den Fährten ist der Bandit Angel (Alfred Molina), der verhindern soll, dass Maverick an dem Turnier teilnimmt. Aus diesem Grund muss sich Maverick aus so mancher kniffligen Situation befreien und bewältigt diese mit viel Witz und Charme. Schlussendlich bringt er das Geld doch zusammen und darf am Turnier teilnehmen...
Die Story lässt erahnen, dass es sich bei diesem Film um eine Komödie handelt und nicht um einen Actionfilm, wobei es auch ein, zwei Raufereien gibt. So wird meistens aus Situationskomik und Witze wert gelegt, die mitunter etwas platt sind, aber auch richtige Lacher hervorrufen können, so zum Beispiel bei der Szene mit den falschen Indianern, wer den Film gesehen hat, wird wissen, was ich meine. Die Story ist jedoch etwas voraussehend, wobei meiner Meinung nach auch das Ende zum Teil zu platt war und eigentlich auch aus dem Verlauf des Filmes und dem näher kennen lernen der einzelnen Charaktere, vorauszusehen war. Auch war der Film meiner Meinung nach zu lang, und hatte auch so einige ödere Teile. Natürlich darf auch die obligatorische Liebesgeschichte nicht fehlen. Auch kam der Teil auf dem Boot und das Pokerspielen zu kurz, während die dort hinführende Geschichte zu lang war.
Die schauspielerische Leistung von Mel Gibson ist gut, er überzeugt in seiner Rolle des charmanten Pokerspielers, der aalglatt seine Gegner blufft, um sie dann über den Tisch zu ziehen, so zum Beispiel die erste Pokerpartie.
Meiner Meinung nach kann Jodie Foster mit der gebotenen Leistung Gibsons mithalten. Sie spielt die leicht durchtriebene und verführerische, jedoch auch etwas tollpatschige Diebin sehr überzeugend. Man ist sich nie ganz sicher, was sie als nächstes machen wird und so rechnet man mit Allem, was das Ende auch nicht so überraschend macht.
Auch James Garner, der den Marshall spielt, gefällt mir gut in seiner Rolle als Revolverheld und auch dieser glänzt nicht nur durch Waffeneinsatz sondern auch mit dem ein oder anderen lockeren Spruch.
Auch Alfred Molina, der die Rolle des Banditen spielt, kann als Bösewicht überzeugen.
Die Atmosphäre jedoch ist nicht Mal nahezu wie in den alten, richtigen Western. Die Sets sehen mickrig aus. Besonders die Stadt sah so richtig schön fremd am Platze aus. Das haben wir auch schon mal besser gesehen. Einzig das schöne Boot am Ende weiß zu gefallen.
Genauso mangelt es an passender musikalischer Untermalung. Hier hätte ein Morricone sicher passendere Musik beigesteuert. Die Musik wirkt oft deplaziert und kann nur selten überzeugen.
Auch bei der technischen Umsetzung hapert es. Hier möchte ich auf die Verwendung der Waffen hinweisen. Jungs, ihr müsst auch nachladen. Hierzu fällt mir die Szene ein, wo Maverick die falschen Indianer hoch nimmt und sagt, er habe nur sechs Schuss, feuert dann aber bestimmt zwölf Mal ohne nachzuladen. Natürlich passiert das auch in andern Filmen, doch da wird nicht ganz so übertrieben, da schießt man einmal oder zweimal zu viel, aber nicht so oft.
„Maverick“ ist eine gute Unterhaltung für zwischendurch, nicht mehr und nicht weniger. Wer sich einfach nur zurücklehnen und abschalten möchte und auch nicht so auf die Mankos achtet, wird sich sicher gut amüsieren.
Der Film hat das Potenzial gehabt richtig gut zu werden, leider wurde es nicht so richtig durchdacht und es hapert zum Teil an der zu übermäßigen Länge und den weiter oben angesprochenen Negativpunkten.
Es reicht deshalb nur zu 7 Punkten.