5
5
Seit POLTERGEIST III hat es wohl keinen Horrorfilm mehr gegeben, der so exzessiv mit einem Verwirrspiel aus Spiegelungen arbeitete. Allerdings waren die Macher oftmals vorrangig an kunstvollen Bildern interessiert, so dass sie den Horroraspekt ihrer Geschichte manchmal aus den Augen zu verlieren drohen. Ich bin auch nicht sonderlich beeindruckt vom neuen Candyman-Darsteller, der einem Tony Todd nicht das Wasser reichen kann: Er muss größtenteils im Off morden, ich mag seinen unpassenden hellen Mantel nicht und generell kommt er nun eher rüber wie ein sleaziger, perverser Onkel, der mit Süßigkeiten kleine Kinder anlockt und weniger wie ein grimmiger Serienmörder aus dem Jenseits. Ein paar stimmungsvolle Sequenzen sind vorhanden und Liebe zum Detail ist erkennbar, doch wirklich neue, zeitgemäße Impulse (z.B. die aktuellen Spannungen zw. den verschiedenen Hautfarben in den USA) fehlen leider.