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Matthew Popes Langfilmdebüt, angesiedelt kurz vor „Coen Country“, widmet über die Hälfte seiner gesamten Laufzeit einem Thema, das in anderen Genrefilmen gerade mal eine Szene bekommt – die Beseitigung einer Leiche. Wer da wie und warum ums Leben kam, scheint offensichtlich und nachvollziehbar. Wirklich klar wird es aber erst im Verlauf des Films. Und zwar nicht durch die ansonsten üblichen Flashbacks, sondern durch gutes altes Storytelling. Der bedrückende, äußerst spannende small scale Thriller überzeugt nämlich durch ein überraschend gutes Drehbuch, eine Inszenierung, die vieles zeigt, was andere Filme ungelenk von ihren Figuren erzählen lassen sowie eine starke Hauptdarstellerin (Bethany Anne Lind, OZARK), mit deren Figur man selbst dann mitfühlt, wenn sie die schlechtesten Entscheidungen ihres Lebens trifft. Ein kleines feines Thrillerhighlight, das noch in der vorletzten Einstellung überrascht.