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Das Genre des Tierhorrors ist einfach nicht tot zu kriegen!
Alle Jahre wieder werden die Zuschauer mit dem tierischen Grauen konfrontiert. Hitchcock hat´s mit seinem Klassiker DIE VÖGEL vorgemacht. Seit dieser Zeit kehren die Tierchen mit einer beharrlichen Regelmäßigkeit zurück. Eine Gattung ist da besonders ekelig und hartnäckig zugleich - die Ratten.
Die Nager sind oftmals nur Versatzstücke in Horrorfilmen und immer für einen kurzen Schock gut. THE RATS - SIE SIND ÜBERALL! widmet den Beißerchen gleich mal 85 Minuten zum Knabbern.

Der Film selbst ist ein typischer Genrefilm, wie ihn die Fans mögen. Alle Klischees werden hier bedient: die schöne Heldin, der schöne Held, der treue Gehilfe, die sympathisch liebe Tochter, die vertuschenden Behörden, heruntergekommene Tierlabors etc.

Die Story bietet nicht viel Inhalt - kommt jedoch rasch in die Gänge und wird vor allem nie langweilig. Es ist eine Liebesgeschichte drin und zwischendurch schick getrickster Tierhorror, der geschickt an der Spannungsschraube dreht - was will der Fan mehr???

Die Szenen sind kinotauglich gefilmt und erzeugen den gewünschten Gruseleffekt. Es fließt sogar ein wenig Blut - aber meist aus den Ratten selbst. Es gibt für einen Horrorfilm verhältnismäßig wenig Opfer - doch das stört hier nicht sonderlich und tut der Spannung keinen Abbruch.
Hier und da sind die typischen Logikfehler, aber die verzeiht man rasch, weil der Strefen wirklich unterhält.
Die 85 Minuten vergehen wie im Fluge und gipfeln in einem haarsträubenden Finale, das ich hier nicht verraten möchte. Nur soviel dazu: Wenn Ihr mal 500 000 wuselnde Ratten in einem leeren Schwimmbad sehen wollt, dann ist dies euer Film!
Mir hat er Spaß gemacht ... sicherlich ein leicht verdaulicher B-Movie, von dem man nicht zu viel erwarten sollte ... dann wird man auch angenehm überrascht.

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