Review

Wer einen solchen japanischen Genrebeitrag zum ersten Mal sieht, dürfte sehr überrascht sein – und vermutlich auch schockiert.

Es ist grotesk: Viele Jahre lang durfte in japanischen Filmen (Ausnahmen waren wenige Co-Produktionen mit ausländischen Geldgebern) kein einziges kleines Schamhaar gezeigt werden, brutale Vergewaltigungen, sonstige Misshandlungen von Mädchen in Schuluniformen, erzwungene Einläufe, Auspeitschungen usw. sind in einem typischen "Pinku Eiga" jedoch immer wieder zu sehen.

Positiv ist, dass man in ANGEL GUTS: RED PORNO keine langen und explizit dargestellten Vergewaltigungen sieht. Wenn jedoch zum Beispiel einmal eine Frau heftig geschlagen wird und dann über ihren regungslosen Körper uriniert wird... Oh je.

Betreffend Story muss ich, wie so oft, nicht viel schreiben:
Nami ist eine ziemlich erfolgreiche Frau. Als sie sich dazu überreden lässt, für das Männermagazin "Red Porno" einige freizügige Fotos zu machen, begeht sie den größten Fehler ihres Lebens. Berufliche Probleme belasten Nami, noch schlimmer ist der verrückte Mann, der sie belästigt...

Obwohl ANGEL GUTS: RED PORNO eine der ersten Regiearbeiten von Toshiharu Ikeda war, hatte er in den Jahren zuvor bereits einige Erfahrungen als Regieassistent gesammelt.
Und Ikeda hat diverse Szenen durchaus interessant inszeniert. Wenn sich Nami beispielsweise mit ihren Fingern (oder einem Tischpfosten...) selber befriedigt, dann sorgt ausschließlich rotes Licht – passend zum Filmtitel – für eine gelungen Atmosphäre.

Klar, inhaltlich ist auch TENSHI NO HARAWATA: AKAI ING schwach, einige Szenen sind auf jeden Fall fragwürdig.
Aber einzelne Filmpassagen wird nicht nur ein typischer Genrefan ziemlich erotisch finden...

5 Punkte

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