Review

Na nun muss ich mein Gequirltes auch einmal dazu ablassen.

Wie war das noch gleich?
Freitagabend, ich und der Kollege saßen zusammen und die anderen Pokerkameraden ließen noch auf sich warten. Was nun? Was liegt hier denn noch so an Filmmaterial rum? Diesen üblichen Hollywood Blockbusterkram? Ach nö, lass ma! Hmm... Ratten? ...Hmm... Manhatten? Hmm...“The Riffs III“... und dann viel es mir wie Schuppen aus dem wolligen Haar. Vor Jahren bei “Zelluloid”, dem guten alten Cinema-Magazin noch auf Viva 2 wurde da nicht selbiger Film als Trashperle gehandhabt? Also rein die Scheibe und angekurbelt den DVD-Dreher.

Was erwartet uns nun wirklich?
Eine spannende, Ideen geschmückte, wendungsreiche Story, nicht teure aber dennoch beeindruckende Spezialeffekte, Schauspieler die mit Liebe einen brillanten Job leisten, eine deutsche Synchronisation von der der Brandt Rainer nur träumen kann und natürlich...
war das jetzt alles Quatsch was ich gerade vom Stapel gelassen habe.
Es wird logischerweise astreiner, italienischer Schund serviert. Mit nichts, aber auch wirklich nichts von dem was ich da oben noch so schön aufgereiht hatte.

So bleibt wiedermal das Meiste unverschämt miserable`. Hier alles aufzuzählen wäre wohl etwas zu ausschweifend und außerdem haben es ja auch schon die meisten Vorredner mit einbezogen. Aber für mich und dem Mitgucker war es trotzdem oder gerade deswegen ein ausgesprochener Spaß. Vor allem wenn die riesen, plastide Rattenwelle an der Drehleier los schwellte, aber im Endeffekt dann doch nur 20 entzückende, sich putzende Pelztierchen rum sitzen. Geistige Ergüsse gab es auch en’mas, hier kann ich mir ein Beispiel dann doch nicht verkneifen.

“Das wichtige ist, er hat den Atomkrieg überlebt und nun ist er tot.”
Oder (hier muss ich dann auch gleich nochmal die Inhaltsangabe korrigieren)
“Es ist das Jahr 225 A.B. (After the Bomb).”

Na bei so viel Gehirnschmalz wird selbst der Herr Goethe mit seinem läppischen “Faust” neidisch. Ja nun mal tacheles, das vorliegende Werk ist definitiv schlecht da kann man keine Diskussion anfangen, aber ich hatte trotzdem meinen Spaß (deswegen gibt es überhaupt nen paar Funpünktchen). Aber wer vordem und während des Guckens nicht so mindestens seine 30 Liter Whisky verzehrt und das ganze vielleicht sogar noch ernst nimmt, der wird sein großes Leid erleben. Man sollte also wissen auf was man sich da einlässt und das ist wie der Name auch schon verrät, Trash, unterster Schublade mit Schmunzelfaktor.

In diesem Sinne euer ehrenwerter
Gonzo

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