Review

Um es gleich klarzustellen "Rats: Night of Terror" wird nur in Deutschland zur besseren Vermarktung unter "Riffs III" angepriesen, es ist keine Fortsetzung der beiden Gangfilme.
Wir befinden uns in der Endzeit. Eine Atombombe hat die gesamten Staaten vernichtet, nur eine kleine Motorradgang hat überlebt. Aber man ist am verhungern, wie gut dass man in Manhatten ein geheimes Labor ausgemacht hat. Hier fängt der Hohn schon an, denn dieses sogenannte "Geheime Labor" befindet ist sich in einem normalen Eckhaus in den Hinterräumen einer schmierigen Bar. Keinerlei Sicherheitsvorkehrungen, nicht mal der große Computer ist geschützt. So hat unsere Gang leichtes Spiel. Erst labt man sich an den Vorräten. Dabei geht man natürlich äusserst verschwenderisch vor. Man schüttet sich Mehl und Zucker kiloweise in die Fresse und beschmeisst sich dann noch mit den kostbaren Lebensmitteln. Schließlich hackt man den Computer und entdeckt ein kleines Labor, in dem Pflanzen gezüchtet wurden und eine Anlage für sauberes Trinkwasser steht. Die Bewohner des Labors sind alle tot, die Ratten nagen schon an den Leichen.

Und die Biester werden bald zum Problem, denn sie existieren in Massen. Klar dass sie bald auch die Gang dezimieren. Man braucht hier gar nicht auf Goreeffekte hoffen, denn zu sehen sind nur ein paar blutige Leichen. Bei den Morden sieht man nur die Ratten ein wenig über das Opfer krabbeln, während es sich dumm und dämlich kreischt. Es wirkt ja auch wirklich realistisch, dass fünf Ratten einen Menschen töten können. Zum Teil haben wir es sogar mit echten Ratten zu tun. Man scheint Diese in Körben gesammelt zu haben und kippt sie den Darstellern oft über die Köpfe. Doch oft sind es nur miese Gummiattrappen, ganz besonders im Showdown hat man abartig schlecht getrickst. Und zusätzlich noch die Dummheit der Gang. Trotz der Gefahr trennt man sich stetig und anstatt einfach wegzulaufen oder meinetwegen auch zu Rennen, verbarrikadiert man sich in dem rattenverseuchten Gebäude. Wie blöd muss man eigentlich sein ?

Man rennt durch die Räume, sucht einen Ausweg, Einem aus der Truppe brennen noch die Sicherungen durch. Es hört sich so an, als wäre hier ständig etwas los, doch "Riffs III" ist wirklich abartig langweilig. Was Claudio Fragrasso (Zombie 3) und Bruno Mattei (auch Zombie 3) uns hier zumuten, ist unter aller Sau. ich kann gut verstehen, dass Mattei hier als Vincent Dawn auftritt, um nicht erkannt zu werden. Die Kulisse ist einfach nur ärmlich. Man befindet sich stets an einem Ort, nämlich in diesem monotonen Haus mit vielen kargen Zimmern, immerhin der Score hat ein paar passende Sounds parat. Ganz schlimm sieht es bei den Darstellern aus. Sogar einen Chuck Norris Verschnitt ist zugegen.
Das Ende setzt dann dem Ganzen die Krone auf. Es tauchen Gestalten in gelben Sicherheitsanzügen auf. Einer zieht seine Maske und ratet mal was sich darunter verbirgt. Da haut es einem wirklich die Kinnlade runter.

Ich bin dem Italofilm absolut nicht abgeneigt, doch solch eine gequillte Kacke habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Für den schlechten Plot gibt es kein Schimpfwort, das ausreichen würde. Die Darsteller sind eine Katastrophe und der gesamte Film völlig unspannend und rotzlangweilig. Ich muss hier selbst dem hartgesottenen Trashfan abraten.

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