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Ursprünglich als Pendant zu „Street Fighter“ gedacht, haute das Prügelspiel „Mortal Kombat“ seit 1992 von vornherein auf den Putz und sorgte für eine langjährige Beschlagnahmung. Nach einigen filmischen Umsetzungen (unter anderem 1995 mit Christopher Lambert), richtet sich vorliegender Animationsfilm in erster Linie an die Fans des Konsolenklassikers.

Jede neue Generation tritt beim Mortal Kombat an, doch bereits neunmal musste sich das Erdenreich der Außenwelt um Shao Kahn geschlagen geben, während nun eine feindliche Übernahme im Raum steht. Derweil tritt Scorpion bei dem Turnier an, um den Killer seiner Familie zu Fall zu bringen…

Allzu viel gibt so ein Videospiel in der Regel nicht her und so konzentriert sich Regisseur Ethan Spaulding primär auf die Figuren auf Seiten der Guten. Der egozentrische Schauspieler Johnny Cage sorgt in der ersten Hälfte für kleine Auflockerungen, auch im Zusammenspiel mit Soldatin Sonya Blade, während der stille Liu Kang spätestens während des Kämpfens nicht von ungefähr an Bruce Lee erinnert.

Der schlichte Animationsstil in Form von Zeichentrick-Manga fällt allenfalls bei den eindimensionalen Gesichtsausdrücken ein wenig negativ auf. Denn anderweitig sind die Kulissen hübsch gestaltet und vor allem geht es bei den Fights angemessen brutal zu. Nicht selten werden Körper geteilt, Köpfe abgerissen und zahlreiche Knochen gebrochen, was oftmals mithilfe von Einblicken ins Körperinnere veranschaulicht wird. Hinzu gesellen sich reichlich Monster und Mutanten in phantasievoller Gestaltung, wobei der vierarmige Koloss Goro natürlich nicht fehlen darf.

Die nahezu pausenlos ausgetragenen Kämpfe nutzen sich mit der Zeit ein wenig ab, zumal der Score nicht gerade Maßstäbe setzt und der Humor eher einfältig bleibt. Gegen Showdown wird indes wieder ein wenig aufgedreht und der Gewaltfaktor schnellt noch einmal in die Höhe.

Ein Animationsfilm, bei dem beinahe im Sekundentakt Blut fließt, richtet sich folgerichtig nicht an jüngere Zuschauer, sondern an Actionfreunde, insbesondere jene, die Einblicke in die Konstellation von Mortal Kombat hatten. Immerhin tauchen viele Figuren aus den Spielen auf und obgleich die simple Geschichte recht beliebig anmutet, liefern die rund 80 Minuten einen passabeln und testosterongeladenen Zeitvertreib.
6 von 10

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