Spätestens seit „The Walking Dead“ ist das Zombiegenre reichlich übersättigt, zahlreiche Beiträge der günstig produzierten Art gehen komplett unter und allenfalls die etwas höher budgetierten Streifen haben eine Chance sich zu behaupten. Vorliegender Versuch, den klassischen Stoff mit etwas Comedy anzureichern, zählt definitiv zur ersten Gruppe.
Max (Dallas Valdez) arbeitete einst als Söldner für die Regierung, doch nun hat er mit Sara (Carrie Keagan) seine große Liebe gefunden und will ein neues Leben beginnen. Derweil breitet sich in Russland und China eine mutierte Vogelgrippe aus, die schon bald auf Menschen übergreift und sie zu blutrünstigen Bestien werden lässt. Auch Sara ist betroffen und Max weiß nicht, wie er mit ihr umgehen soll…
Aufgrund einiger interessanter Ansätze hätte die Geschichte Potenzial für eine unterhaltsame Angelegenheit gehabt: Die Zombies greifen ausschließlich ihnen emotional nahe stehende Menschen an, sie tanken Kraft in der Sonne und sie gehen in jedem noch so flachen Gewässer unter und sind vernichtet. Was Autor und Regisseur Mark Allen Michaels daraus macht, ist eine episodenhafte Ansammlung teils kruder und nichtiger Ideen, aus der zu keiner Zeit Spannung hervorgeht.
Auch wäre eine tragische Liebesgeschichte möglich gewesen, doch da der Stoff stets abschweift, bleibt man auch hier nicht am Ball, zumal Zombie Sara über lange Zeit von der Bildfläche verschwindet und Max allein umher streift. Stattdessen gibt es Szenen der TV-Reihe Monster Maniac, bei der zumindest der Moderator mit herrlich überzogenem Overacting, der Kategorie schlechter Selbstdarsteller punktet. Dazwischen tummeln sich aber auch jede Menge witzloser Szenen, wie etwa bei einer Frau in einer einsamen Bar, die mit dem imaginären Gästen spricht, welches Lied sie denn für die geneigten Zuhörer anstimmen möge.
Die Untoten entsprechen indes dem Schema der sich langsam fortbewegenden Art, welcher jedoch ein überaus hohes Schreien anhaftet. Das dazugehörige Make-up fällt allenfalls zweckdienlich aus und trotz einiger Statisten finden sich nur wenige Bluteinlagen. Fressszenen werden nur angedeutet, es gibt ein Loch im Kopf und eine abgetrennte Hand.
Auf Computereinlagen hat man zwar verzichtet, doch viele Szenen in Wüstengegenden sind mit einem überstrapazierten Gelbfilter überzogen, während die übrigen Kulissen eher billig daher kommen.
Mit Dallas Valdez findet sich immerhin ein Hauptdarsteller, der trotz geringer beruflicher Erfahrung eine ordentliche Präsenz und ein nuanciertes Spiel einfließen lässt. Wie er am titelgebenden Valentinstag bei einem französischen Blumehändler vorstellig wird und sich wohlwollend abwartet dessen Schwafelei anhört, zählt zu den lichten Momenten des ansonsten eher witzlosen Treibens.
Gut, dass die Nummer bereits nach 78 Minuten ausgestanden ist, denn das lahme Finale mit enttäuschendem Ausgang unterstreicht nur die Ideenlosigkeit und das mangelnde Konzept hinter den eigentlich ausbaufähigen Grundideen.
3 von 10