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American Monster ist ein B-Monster-Thriller par Excellance, der alle dazugehörenden Stärken und Schwächen hat, die diese Sorte Film auszeichnen.
Schauspielerisch ist hier alles in Ordnung. Michael Moriarty dankt es dem Zuschauer, daß große Teile des Drehbuchs sich auf seinen kleinen Ganoven konzentrieren. David Carradine macht als Polizist diesmal wieder auf der Seite des Gesetzes alles richtig und auch Richard Rountree kann solange überzeugen, bis er von der Schlange weggeknuspert wird.
Womit wir auch schon beim eigentlichen Hauptdarsteller wären: das geflügelte, vierbeinige Schlangenmonstrum, daß sich im ersten Filmdrittel gehörig bedeckt hält, so daß wir es nur ausschnittweise, sekundenbruchteilhaft oder direkt gegen die Sonne als Umriß sehen. Irgendwann gönnt uns Larry Cohen dann aber doch einen Blick auf den New King Kong in Town und ab da dürfen die Tricktechniker mit ihren Stop-Motion-Künsten glänzen.
Tatsächlich ist die Schlange sehr gut animiert, leidet aber teilweise unter dem äußerst schwachen Einkopieren in das zuvor belichtete Material, so daß die Lichtverhältnisse einer Außenszene mitunter von Schnitt zu Schnitt wechseln. Grundsätzlich haben wir hier jedoch den Star des Films, was bereits betont, daß die Schwächen wohl im Drehbuch stecken dürften. Larry Cohen, der einen Ruf als straighter, unterhaltender Filmemacher ohne großen künstlerischen Anspruch genießt, macht auch hier, was er am besten kann: er läßt es einfach laufen. Das funktioniert wieder auf der unterhaltsamen Ebene, läßt den Zuschauer am Ende jedoch etwas ratlos zurück, wenn weder die Herkunft, noch die genauen Ziele der Sekte geklärt werden und man auch nicht erfährt, wo das Tierchen denn nun hergekommen ist (jaja, aus einem Ei...).
Stattdessen gibts den King-Kong-Umkehrschluß, bei dem nicht auf, sondern aus dem Wolkenkratzer geballert wird und als Sahnehäubchen noch den genreüblichen Schlußgag mit dem versteckten Ersatz-Ei, der wohl die Bühne für Teil 2 bereiten sollte, wozu es aber dann doch nicht kam.
Fazit: Ein netter, kleiner Monster-Thriller für den späteren Abend, dem man seine Produktionsprobleme leider nur allzuoft ansieht, der aber aufgrund seiner Thematik schon fast als einzigartig bezeichnet werden könnte.
Faire 8/10 B-Film-Punkte.

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