Review

Was für ein Inferno ... EXTRACTION.

Bin echt platt und überrascht warum der hier so wenig Reviews generiert.

Shootouts und blutige Kämpfe, ein toller Look und eine herrliche Kamera-Arbeit.

Für wahr - Volle Dynamik und enormer Durchschlag ...

Dazu ein Cast der auf ganzer (typisierter) Seite überzeugt- Ein paar kleine Unzulänglichkeiten sicher, im Gesamten aber GENAU DAS was der Trailer versprach !



ANBEI. Falls wer eine kleine Video- Review bevorzugt. Ihr seid herzlichst eingeladen.

Meine kleine Sammelstätte ... für all das über das man heute weit- weniger redet ...


filmVERKEHR I FOLGE 045 : TYLER RAKE : EXTRACTION




Der Film hegt keinen Anspruch auf „grosse Kunst“ - DAS ist ein reines Action- Show-Reel und hat dennoch ein paar „tolle Momente mehr“ auf der Schippe...

Das was er sein will, IST ER !

Eine Visitenkarte für (nahezu) technische Perfektion im Bereich (neuzeitlicher und dennoch...) harter und dreckiger Action.



...



Hemsworth‘ „Körperlichkeit“ ist über alle Maße beeindruckend.

Losgelößt von allen Zwängen, ist der Streifen in etwa DAS was ich mir vom (vorallem im Vergleich hierzu) lächerlichen RAMBO 5 erhofft hatte -

Ein Übermaß an schwindelerregendem Adrenalin und „Auf die Fresse“- Kino at its Best.

Nennt es niedere Ansprüche, nennt es Beliebigkeit - TYLER RAKE hat genau den Nerv getroffen, den ich einfach lange nicht mehr (Actionkino) gefunden habe...

Aus dem Nichts heraus und auf den oft gehassten Stream-Anbietern, präsentiert sich hier eine echte kleine „Action-Perle“



Hab ihn grad (im Rewatch) nochmal in OV gesehen und JA !

Mein Action-Herz ist und bleibt „begeistert“.

Die Inszenierung (Action) ist grandios !



Und im NOCHMAL den Vergleich mit Genre- Konsorte JOHN WICK zu suchen/vergleichen:

Also mir hat Hemsworth im Vergleich zu REEVES wesentlich besser gefallen (Hemsworth ist einfach ein "Tier") - Auf technischer Ebene... Allerdings hat WICK mit seinen 3 Teilen und dem Kontent an "gebotenem" MARTIAL ARTS wesentlich mehr Masse angehäuft. Deswegen ist der Vergleich auch nicht "rund"



BUT:



EXTRACTION hat einfach enormen Druck auf dem Kessel.

Regisseur Hargrave hat durch viele passende Anschluss-Schnitte, einem Top Audio-Level und dem Framing ansich, ein VÖLIG ANDERES Action-Timing als eben bspw. John Wick mit seinem mal (durchaus) saustarken, (aber auch oft) etwas flaffigen/ermüdenden Jiu-Jitsu Gelage. Gilt im übrigen auch für die Kurzdistanz- Feuergefechte. Die finde ich in John Wick (vorallem Teil 2 und 3) definitiv too- much und an einem gewissen Punkt (ja) langweilig ! Der Film hat mich da dann einfach "stehen gelassen" - Wollte auch nicht mehr mitlaufen ;)



"Für mich hat der technische Aspekt einen hohen Stellenwert"



Ist eigentlich ähnlich wir früher mit dem Vergleich der Martial- Arts Instructoren verschiedener HK- Streifen. Alle bieten Action- Alle kämpfen UND Alle schiessen ... Aber jeder Cheograph hat seine Markenzeichen - UND GENAU diese sind für mich beachtenswert... und vom (bspw.) HK- Kino auch genau so initiiert. Das kann und werde ich auch nicht mehr ablegen können.



"Action fühlt jeder anders"



Mein oft zitiertes Beispiel ist SAMMO HUNG. Für mich (damals wie heute...) ein Cheografie- Gott. Keiner hat es geschafft "Fights" so brachial dastehen zu lassen.

Nicht mal ein Jackie Chan, Yuen Woo Ping, Chin Sui Tung, Yuen Woo Ping und wie sie alle heissen.

Es gibt szenische Berechnungen zu Einstellungen, Winkeln und Schnittabfolgen die einen Kampf durch das Anwenden gewisser Ansätze völlig ander erscheinen lassen können. Das ist eine wahre Kunst und wird heute kaum noch "so" angewandt...

SAMMO HUNG (eben als Beispiel) unterscheidet sich von seinen "Artgenossen" durch den Aufbau kurzer, enorm harter und druckvoller Schnittfolgen. Seine Fights haben eine ungeheure "Härte" sind oft kurz unterschnitten- STETS ABER im Mittelpunkt des Geschehens und auf Bedacht "Dynamik" zu erzeugen. Dieses und das (allbekannte) Pacing innerhalb einer Actionszene ist enorm wichtig !

Gab mal ein Interview in der (wer sie kennt) EASTERN- Heroes. Da gab es mal eine Art Skizze für eine 30sekündige Kampfszene. Keine Ahnung da waren Formeln, Winkelberechnungen, Schnittbemesseungen drauf- Einfach unglaublich !!! Und nein, DAS HAT NICHTS mit einem generierten Storyboard zu tun.



UND UM DIE BRÜCKE ZU SCHLAGEN ...


Und ja auch EXTRACTION hat an besagtem Punkt eine enorme Shoot n Kill- Dichte, aber mir gefällt der aufgebaute Druck in dem Ganzen... Eben genau so etwas liebe ich und kann ich endlos abfeiern und auch sehen. GERADE die kurzen Martial-Arts Szenen sind FÜR MICH absolute Highlights in in ihrer Darstellung und einfach unglaublich intensiv !

Ihr "Durchschlag ist enorm und die Übertragung (Härte/Skillz) einfach "saustark".



Und genau DAS IST ES was ich schon ne ganze Zeit in unserem "Kino" vermisse.

Gute Action gibt es wie Sand- am Meer, sehr gute häufig - Doch dieses Gefühl von Gänsehaut im Nacken und das langsam aufkommende Grinsen im Gesicht... Nope, eher selten !



Donnie Yen in FLASHPOINT, IP MAN und SPL , das Finale in "Wheels on Meals" und "Dragons Forever", deletzt das Finale in THE MAN FROM NOWHERE ... Richard Norton in "TWINKLE TWINKLE LUCKY STARS" ... einzelne Elemente in THE RAID und/oder ne Menge ab der 40. Minute in SPL- Killzone Bangkok ...



Und "natürlich" TYLER RAKE- EXTRACTION sind Beispiele dieser Momente (für mich)



"Action ist nicht gleich Action"



Chad Stahelski (Cheografie/Regie John Wick) und Hargrave sind definitiv "Meister" ihres Faches... Auf technischer Ebene gefällt mir der "rohere" Aspekt von Hargrave (nicht nur in EXTRACTION) irgendwie besser. Hier gab es halt auch mal wieder dieses Gefühl von Blut, Dreck, Schweiss, Staub ... Eben nicht "Hochglanz" des Hochglanz- Willens...



Ist einfach mein "Moment"- Gefühl ... Von dieser Kombi (entweder innerhalb dieses Franchise ?) oder eben anders gelagert aber ähnlich "gedruckt" -> gerne mehr !



EXTRACTION ist ein Action-Brett !!!

... und dennoch...



Folgende 2 Punkte fehlen (für mich, also locker bleiben) zur „Perfektion“



(1) Cast



Hätte R.Hooda gerne noch etwas „feiner“ ausgearbeitet gesehen.

Der Ansatz war klasse und man gab ihm damit ein Gesicht.

Will nicht sagen das er „mein“ eigentlicher Held war (dafür war seine Screentime und „Aussage“ zu begrenzt) ABER sein Charakter war klasse !



Auch hätte ich gerne noch etwas mehr über die „Fracht“ erfahren.

Klar, im Groben ist alles innerhalb der Schablone, aber es dient eben „nur“ dem inszenatorischen Ziel... Finde da hätte man ein paar Eckdaten mehr „einsetzen“ sollen. Zumal R. Jaiswal ein guter „Kinder“-Schauspieler ist.



Man hätte glatt den Akt mit Harbour opfern, dafür aber Ovi (dasein, Hintergründe Vater) und Hemsworth (Tragödie) mehr „beleuchten“ sollen.



(2) Technik- Raum



Es war (ohne Frage) ne Menge „Handarbeit“ an Bord, aber eben auch ne Menge mal mehr, mal weniger gute CGI. Im Gesamten nich so (negativ) auffallend wie bei anderen Vertretern, aber eben da und (das ist nunmal mein Laster) mir SEHR OFT (unterschiedliche Gewichtung) ein Dorn im Auge.



Explosionen, Kugeleinschlage, Squips ... Helis Haha ... eben immer die selben Verdächtigen ,)

Da n bissl mehr „Arbeit“ und Fürsorge und das Ding hätte für mich einen Touch mehr (besonderer) „Eigenständigkeit“ im Vergleich zu dem ganzen Quark den man sonst so sieht, gehabt.



Man muss allerdings sagen, das sich Regisseur Hargrave sehr viel Mühe im Schnitt gegeben hat um das ein- oder andere zu „vertuschen“ und/oder auch Kosten zu sparen...

Und da gibt es mitmerweile himmelweite Unterschiede einzelner Regisseure und deren Technik- Crew...

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