Review

Help the aged

„Flush“ und „Take pills“ steht auf Zetteln verteilt in Ednas Haus. Aber eben auch „Don‘t follow it“...

Der größte Horror für viele ist, wenn einem die engsten Familienmitglieder auf einnmal unheimlich werden. Wenn sich die Rollen umkehren und man plötzlich die Last der Verantwortung auf sich spürt. RELIC ist eine höchst ungewöhnliche, in jeder Hinsicht extrem spannende und zudem sehr interessant gefilmte Auseinandersetzung mit dem Thema Alter und Demenz.

Selten zuvor fand ein Film so starke Bilder für den körperlichen und geistigen Verfall. Der Schimmelverantwortliche der Produktion hat hier ganze Arbeit geleistet. Eindrucksvoll ist auch das Spiel der drei Generationen-Darstellerinnen – Roby Nevin schafft es sogar, einem beim Zähneputzen einen Schauer über den Rücken zu jagen.

Doch nicht nur als Metapher, auch als Genrefilm funktioniert RELIC ausgezeichnet – von der unheimlichen Anfangsszene über den slow burning Aufbau bis zum zunehmenden Terror.

Das unkonventionelle Ende wird einigen zu weit gehen, anderen nicht weit genug. Für diesen Film ist es genau das richtige.

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