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Nach dem Selbstmord ihres Mannes Owen, der ihr den Boden unter den Füßen weggezogen hat, versucht Beth (Rebecca Hall) wieder auf die Beine zu kommen. Doch in ihrem Häuschen häufen sich seltsame Dinge. Es klopft an der Tür, aber niemand ist da. Die Musikanlage schaltet sich von selbst ein & auf dem Boden sind nackte Fußspuren zu sehen. Dann findet sie auf dem Handy ihres Mannes auch noch das Foto einer Frau, die ihr verblüffend ähnlichsieht.

Ein tolles Mystery-Grusel-Psycho-Drama von David Bruckner, das auf allen vier Ebenen sehr ordentlich abliefert. Die Aura des Mysteriösen zieht sich fast durch den ganzen Film, an (richtig) gruseligen & unheimlichen Momenten herrscht kein Mangel, die Bedrohung lässt sich auch psychologisch deuten & das ganze Drama drumherum hat mich emotional gepackt. Die großartige Rebecca Hall liefert mal wieder eine eindrucksvolle Performance ab & erweckt eine Figur zum glaubwürdigen Leben, deren Schicksal einem nicht egal ist.

Regisseur Bruckner wiederum verzichtet konsequent auf billige Jump-Scares & setzt stattdessen auf eine beunruhigende Stimmung, die an den Nerven zerrt. Die Enthüllung rund um Owen mag für Genre-kundige nicht sonderlich überraschend sein, aber da einiges noch im Dunkeln bleibt, bietet es sich an, hinterher über das Gesehene zu sinnieren. Sehr stark.

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