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Wenn er seinen Sohn heil wiedersehen will, muss er innerhalb von fünfeinhalb Stunden drei Mafia-Clans aus dem Weg schaffen, da sonst der Sauerstoffvorrat des Jungen aufgebraucht sein wird. Eine schier unlösbare Aufgabe.

Das ist der Pressetext und der ist auch durchaus ausreichend, denn wesentlich mehr passiert hier nicht. Man könnte jetzt noch ergänzen, dass Adkins diese Aufträge für ein Kartell ausführen soll, weil dies die alleinige Herrschaft übernehmen will, aber sonst?

Schauspielerisch eigentlich ein Supergau. Vor einem Jahr hätte ich mir einen Film in dem Scott Adkins und Mario van Peebles, die sich um den Part des schlechteren Darstellers streiten, niemals angeschaut.

Aber da Koch irgendwie einen Vertrag mit Adkins zu haben scheint und jeden seiner Steifen veröffentlicht, die in etwa in der selben Geschwindigkeit abgefeuert werden, wie die von Cage, ist mir aufgefallen, dass die Filme von ihm zumindest einen guten Unterhaltungswert bieten und die beiden DEBT COLLECTOR waren sogar wirklich gelungen.

Ganz so gut ist SEIZED nicht, denn im Endeffekt ist die Geschichte dafür einfach zu mau. Zudem bräuchte man für einen Vater, der sich Sorgen um seinen Sohn macht auch einen Schauspieler,der zumindest rudimentär dieses Handwerk beherrscht, aber auch als Actionstar durchgeht – etwa einen Gerard Butler.

So führt also Adkins einen Auftrag nach dem nächsten aus, um seinen Jungen wiederzusehen. Erstaunlich ist hierbei, dass er gefühlt 100 Leute mit seinen Waffen umnietet, die Gegner aber entweder grundsätzlich danebenschießen oder sich wie Freiwild von ihm abknallen lassen.

Trotzdem ist SEIZED durchaus unterhaltsam. Man erwartet von diesem Darsteller ja auch kein Arthouse-Kino. Daher denke ich, dass die Fans, des konsequent stoisch agierenden Adkins, hier voll auf ihre Kosten kommen.

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