Review

Einbahnkanal


Egal ob man ihn im Original als „The Barge People“ oder mit der platten, aber auch passenden deutschen „Übersetzung“ „Mutant River“ schaut - diese knackige Backwood-Monster-Splatterei unterhält klassische Freunde von Gekröse, Synthies und handgemachten Masken sehr solide. Hätte ich nicht gedacht, aber manchmal braucht es eben nicht viel um meinen inneren Schweinehund zu sättigen. Wir folgen zwei Pärchen aus der Stadt in ein Kanalboot durch das englische Hinterland. Doch was sehr idyllisch und friedlich klingt, entwickelt sich durch ein paar missgebildete Freaks und Kannibalen zu einem blutigen Alptraum, bei dem die erste Reihe besser Regenschirme mitbringt! 

Wie eine Mischung aus „Neon Maniacs“ und „Texas Chainsaw Massacre“ kommen diese sympathisch-verstrahlten Killerkannibalenkreaturen daher und mischen die doch oft recht unsympathischen Opfer mal richtig auf. Da spritzt es rot und weiß, die handgemachten Effekte und Kostüme, abgeschlagenen Arme und missgebildeten Fressen rocken, carpentereske Anleihen dürfen in Farben, Nebel und Ton natürlich auch nicht fehlen. Alles am Start für einen feuchtfröhlichen, unkomplizierten Absacker. Die britischen Kanäle sind mal etwas Neues, doch ansonsten ist das Standardware und genau das, was man erwartet und bestellt hat. Nicht außergewöhnlich, aber annehmbar durch die Bank. Das hat man schon wesentlich mieser und inkompetenter gesehen. Von Fans für Fans. Nur das Ende kommt plötzlich und unbefriedigend, zielt womöglich etwas zu klar auf eine Fortsetzung. Ansonsten: mittelstark amüsierend! 

Fazit: was wir machten beim Schachten in den Grachten? Wir lachten! „The Barge People“ ist simpel, splattrig und solide. Eine kurzweilige Retro-Schweinerei. Britisch trocken & doch durch jeden Verband durchsaftend. Nicht mehr, nicht weniger. 

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