Die erste Staffel von Bridgerton, basierend auf dem Bestseller „The Duke and I“ von Julia Quinn, entführt die Zuschauer in eine alternative Regency-Ära Londons, in der die adlige Familie Bridgerton im Mittelpunkt steht. In einer Welt voller gesellschaftlicher Regeln, Romantik und Geheimnisse dreht sich die Handlung vor allem um Daphne Bridgerton und ihre unerwartete Beziehung zum charismatischen, aber verschlossenen Duke of Hastings, Simon Basset.
Die Serie ist ein visuelles Fest, das mit opulenten Kostümen und eleganten Kulissen beeindruckt. Besonders hervorzuheben ist die Chemie zwischen den Hauptdarstellern Phoebe Dynevor als Daphne und Regé-Jean Page als Simon. Ihre komplexe Beziehung, die von anfänglicher Freundschaft und Verwirrung zu leidenschaftlicher Liebe und späteren Konflikten führt, fesselt die Zuschauer von Anfang an. Auch die Nebencharaktere, wie die exzentrische Lady Whistledown und die intrigante Familie Featherington, bringen zusätzliche Spannung in die Handlung.
Ein herausragendes Element der Serie ist die Musik, die klassische Arrangements von modernen Pop-Songs enthält und so einen frischen, modernen Touch in die ansonsten historische Kulisse bringt. Die Serie kombiniert auf gekonnte Weise zeitgenössische und historische Elemente, was ihr eine besondere Note verleiht und die Zuschauer sowohl visuell als auch musikalisch anspricht.
Kritisch anzumerken ist jedoch, dass die Handlung in einigen Momenten etwas klischeehaft wirkt. Besonders die romantische Entwicklung zwischen Daphne und Simon wird stellenweise als zu dramatisiert und vorhersehbar empfunden. Zudem hätte man sich bei einigen Charakteren wie Lady Whistledown mehr Tiefe gewünscht, da ihre Rolle in der ersten Staffel eher am Rande bleibt.
Insgesamt bietet Bridgerton eine gelungene Mischung aus Drama, Romantik und visueller Opulenz. Auch wenn nicht jeder Handlungsstrang vollkommen neu und überraschend ist, bleibt die Serie insgesamt äußerst unterhaltsam und lädt zum Weiterlesen bzw. zum Schauen der kommenden Staffeln ein.
Staffel 1: 7 Sterne