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Bei einer Autopsie in einer abergläubischen Gegend wird die Leiche des Vampirs Danninsky wieder zum Leben erweckt. Nach Entfernung der Silberkugeln mutiert Paul Naschy dann jedoch zur Überraschung des genrekundigen Zuschauers zum Werwolf. Das ist kein Witz, sondern ein weiteres Highlight von der Horrorlegende Naschy (aka Jacinto Molina), dem Großmeister im Verfassen trashigster Crossoverdrehbücher. Die Rolle des pelzigen Charmeurs schrieb er sich natürlich selbst auf den Leib und dazu noch die attraktiven Studentinnen Elvira und Genevieve als Begleitung, die auf der Suche nach „der Hexe des Satans“ angereist kommen. Diese Gräfin Wandessa ist auch noch eine weibliche Art Marquis de Sade klärt man uns auf, aha, na dann mal los ihr drei. Vorhersehbar klebt die eine bald schon am Grafen und die andere an der Vampirin, denn natürlich wird auch Wandessa vorschriftsgemäß wiedererweckt und die „Nacht der lebenden Toten“ naht. In Regisseur León Klimovsky ("Blutrausch der Zombies") fand Naschy einen dankbaren Mitstreiter. Einigen wird sich der Name Amando de Ossorio unschwer aufdrängen, zumal Klimovsky ähnliche Zeitlupenaufnahmen wie der in seinem bekannteren "Nacht Der Reitenden Leichen" aus dem gleichen Jahr einsetzt. Nun gut, dass es sich dabei zunächst nur um eine Leiche handelt und die auch noch zu Fuß unterwegs ist, steht auf einem anderen Trashblatt des Drehbuchs, welches sich fröhlich durch verschiedenste Elemente des Genres klaut. Gewürzt wird das lustige Grusel-Horror-Potpourri mit einigen grottigen Effekten, zum Schreien komischen Verwandlungen des Werwolfs und den hübschen Hauptdarstellerinnen (Gaby Fuchs und Barbara Capell). Als Vampire wären die auch ohne die lachhaft langen Fangzähne echte Gothicklassiker. Langweilig wird es nicht, schließlich ist ständig Vollmond.

Fazit: Spanischer Gruseltrash wie er sein sollte. Die kultigen Geschichten um Waldemar Danninsky sind immer wieder einen Blick wert. 6/10 Punkten

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