Review

Der Leichnam von Waldemar Daninski, wird einer Autopsie unterzogen. In Daninskis Herz, befinden sich drei Silberkugeln. Als der Arzt die Kugeln entfernt, erwacht Daninski wieder zum Leben, was für andere den Tod bedeutet.

León Klimovsky hat ein Jahr nach dem schwachen Italo-Western „Bleigewitter“, mit „Nacht der Vampire“ einen Horrorfilm für die untere Trash-Kiste geschaffen. Zusammen mit Paul Nashy beschreitet er den Weg der Vampire und des Werwolfs. Dieser Weg ist weniger von Angst und dem Unheimlichen gekennzeichnet, als vielmehr von Unlogik und unfreiwilligen Humor. Dieses ist allerdings nicht als schlimm zu bezeichnen, da der Film ein anderes Manko aufweist, nämlich dass sich dieser ziemlich dahin zieht und von einigen unnötigen Dialogen dominiert wird.

Positiv zu erwähnen, sind die gut ausgewählten Bauten und einige kurze, aber schön anzusehenden Landschaftsaufnahmen. Weiterhin setzt Klimovsky einige Zeitraffer ein, die innerhalb der spärlichen Vampirauftritte zum Tragen kommen.

Paul Nashy hält in der Rolle des Waldemar Daninski nicht gerade viel von Gestik und Mimik. Sein Spiel kommt eher uninspiriert rüber, vollkommen anders als später in Javier Aguirres „Die Stunde der grausamen Leichen“, in dem Nashy förmlich glänzte. In Klimovskys Film dreht Nashy erst nach der Verwandlung zum Werwolf auf. Ob man dieses als emotional gute Leistung oder als Lächerlichkeit bezeichnen soll, lasse ich mal dahingestellt.

Die Rolle der Elvira wird von Gaby Fuchs verkörpert, die ein Jahr vor „Nacht der Vampire“ den Part der Deidre von Bergenstein, innerhalb „Hexen bis aufs Blut gequält“ zum Besten gab. Gaby Fuchs macht ebenfalls einen recht genötigten, fast gequälten Eindruck und spielt ihren Part, eher lapidar dahin. Barbara Capell wirkt in der Rolle der Genevieve Bennett schon ein wenig erfrischender.

Fazit: Was bleibt zu sagen? Der Film hat zwar einen gewissen Wohlfühlfaktor, hält allerdings wenig von Logik und Spannung.

…und wenn auch noch so viele Nebelschwaden (oder sind es Staubwolken?) am Grabe der Countess Wandesa Dárvula de Nadasdy zu Tage treten, ein unheimliches Gefühl, kann irgendwie trotzdem nicht erzeugt werden.

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