Review

Der Titel verrät es bereits, die von Patty Jenkins inszenierte Fortsetzung der Geschichte um Diana Prince ist in den 1980er Jahren angesiedelt, dieses Mal muss sich die Dame mit dem Unternehmer Maxwell Lord und ihrer Arbeitskollegin Barbara herumschlagen. Hat sie sich nicht gewünscht, aber manchmal kriegt man eben genau das. Wie auch diesen Film, der schon in seinen ersten Minuten mit der amazonischen Sportveranstaltung seine visuelle Künstlichkeit zelebriert. Der Rest des Werks sieht auch nicht berauschend aus, leider fängt das Skript dies nicht auf.

„WW84“ lässt sich nach einer faden Sequenz im Einkaufszentrum viel Zeit mit einem Aufbau, der in dieser Epik nicht nötig gewesen wäre. Irgendwie müssen die zweieinhalb Stunden, die das hier wirklich nicht hätte dauern müssen, gefüllt werden. Also gibt es dumme Ideen (wir nehmen einen Jet, Steve oder irgendwie nicht), Zufälle (gibt wohl nur eine Straße in Kairo, Kräfte der Heldin) und Figurenzeichnung aus der Grabbelkiste. Steve (Chris Pine) ist auch wieder da und gibt es somit auch eine nette Umkehrung der Zeit-Deplatziertheit aus dem Vorgänger, so stottert der Film zu oft arhythmisch ohne richtigen Fluss vor sich hin. Gilt auch für die Action, welche sparsam und wenig eindrücklich inszeniert ist. Da ist nichts dabei, was heraussticht.

Und wenn Gal Gadot versucht, dramatische Szenen zu spielen, wird die Chose nicht besser. Barbara (Kristen Wiig) trägt letztlich nichts zum Film bei, sie und Max (Pedro Pascal) bleiben uninspirierte Gegenspieler, obwohl die Grundidee um den wandelnden Wunschbrunnen durchaus was hat. Die Umsetzung begeistert weniger, ist inkonsistent und bleibt trotz der zur Verfügung stehenden Laufzeit merkwürdig flach wie der Rest. Inklusive dem schnarchigen Finale mitsamt Lösung des Problems, die nach diesem mitunter öden Erlebnis auch nur noch so hingenommen wird. 
Da war Teil eins insgesamt charmanter und das unterhaltsamere Abenteuer. 

„Cheese on demand.“

Woman? Gibt es. Wonder? Eher nicht.

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