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Die Geschwister Mimi und Luke buddeln im heimischen Garten ein außerirdisches Ungeheuer aus, das vor Urzeiten zur Strafe für seine intergalaktischen Verbrechen von einem Alien-Konzil auf die Erde verbannt und mittels eines magischen Kristalls gefangen gehalten wurde. Besagter Kristall befindet sich nun im Besitz der leicht psychopathisch veranlagten Göre Mimi, die das flugs auf den Namen Psycho Goreman - oder kurz PG - getaufte Monster dadurch unter ihrer absoluten Kontrolle hat... sehr zu dessen Unmut. PG sieht sich nicht nur den Launen der Kids ausgesetzt, seine übernatürlichen Aktivitäten rufen auch bald schon seine alten Widersacher auf den Plan, die nun endgültig verhindern wollen, dass er in einem wahren Blutrausch erneut die Bevölkerung ganzer Planeten abschlachtet und damit direkt mal auf der Erde anfängt... "Psycho Goreman" ist eine ziemlich abseitig geratene Sci-Fi-Splatter-Trash-Comedy, hinter der dasselbe Team steckt, das auch schon das Retro-Horror-Spektakel "The Void" verantwortet hat und haut formal auch etwa in dieselbe Kerbe wie dieses, sprich: auch hier regieren wieder ziemlich übertrieben gestaltete und in Handarbeit gefertigte Blut- und Make-Up-Effekte, die jederzeit den Charme der 80er versprühen. Im Gegensatz zu dem allerdings noch bierernst gemeinten "The Void", gibt sich die vorliegende Chose jedoch als keinesfalls ernstzunehmende Komödie, die eher nach der Manier einiger oller TROMA-Kracher aus alten Videotheken-Tagen geraten ist und simultan als bizarre "E.T."-Variante gar nicht mal ungeschickt die immer noch anhaltende Welle von Superhelden-Blockbustern à la Marvel & Co aufs Korn nimmt... nur eben nicht mit einem Mega-Budget, sondern eher mit viel Phantasie und Spucke und einer extragroßen Kelle F/X-Gulasch. Das Ergebnis macht tatsächlich Spaß und kann durchweg als gelungen bezeichnet werden, nicht nur, weil man das Herzblut, das die Macher in ihren Streifen gepumpt haben, diesem tatsächlich jederzeit anmerkt, sondern auch, weil ich mich bei der zum Ende hin stattfindenden Verhohnepipelung des typischen US-Mainstream-Kinos mit seinen permanent propagierten Family-Values und seinen Messages von Liebe und FriedeFreudeEierkuchen mal echt ganz köstlich amüsiert habe. Generell gilt: Je durcher man selbst ist, desto mehr hat man hier zu lachen... und wer auch mal grinsen muss, wenn einfach so ein Kind explodiert, ist hier goldrichtig. Empfehlung.

8/10

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