1974: Der CIA-Agent Donald Butler und sein Team versuchen, in Ungarn einen waschechten Werwolf aufzuspüren und das Blut der Kreatur für militärische Zwecke zu nutzen. Nach seiner Rückkehr in die USA injiziert sich Butler die Blutprobe selbst und wird daraufhin von seinem Vorgesetzten Miller mit Silberkugeln zur Strecke gebracht und anschließend kryogenisch auf Eis gelegt. Zwanzig Jahre später arbeitet die Wissenschaftlerin Ana de Carlo mit ihren Kollegen an einer synthetischen Haut auf Metall-Basis, die allerdings immer noch das Problem aufweist, dass sie nach kurzer Zeit zu Stahl aushärtet. Miller stellt der de Carlo Butlers Leichnam für weitere Versuche zur Verfügung, die diesen prompt mit ihrer Kunsthaut überzieht... bevor dieser - sehr zum Erstaunen aller Anwesenden - nach dem Entfernen der Kugeln plötzlich wieder zum Leben erwacht und als echtes "Metalbeast" durch die Korridore der Labor-Anlage stapft... "Metalbeast" ist ein Horrorfilm von jener Sorte, der man nach dem Ansehen doch ein klein wenig Anerkennung entgegenbringen möchte... und zwar ganz einfach nur aus dem Grund, weil er echt nicht so beschissen geworden ist, wie er es nach dem Blick auf die Prämisse von Rechts wegen eigentlich sein müsste. Die Mär vom Werwolf mit Metall-Panzerung driftet da nämlich nicht bereits von Anfang an in tiefste Trash-Gefilde ab, sondern liefert stattdessen die Grundlage für ein passables Monster-Filmchen, an dem so gut wie alles irgendwie "okay" ist: Die Inszenierung von Alessandro De Gaetano ist da längst nicht so inkompetent-stümperhaft wie noch bei seinem 1979er-Schmonzes "Schrei aus dem Jenseits", die einigermaßen bekannten Darsteller (Barry Bostwick, Kim Delaney und Kane Hodder im "Metalbeast"-Kostüm) sind nicht gänzlich zum abschießen und die Effekte von John Carl Beuchler sind auch nicht mieser als zu alten Empire-Zeiten. Bekritteln könnte man, dass es über eine Stunde dauert, bis das Titel-Ungeheuer da endlich seinen großen Auftritt in "voller" Montur hat, aber immerhin wird die Zeit bis dahin ob des allgemein flotten Erzähl-Tempos und ein paar kleineren Blut-Einlagen nicht langweilig. Klar, das Ergebnis ist natürlich nichts, was man öfter sehen muss, aber immerhin unterhält der Streifen bei 'nem einmaligen Durchgang nicht schlecht... und damit hat er einem Großteil der Konkurrenz aus dieser Sparte (vor allem Mitte der 90er!) bereits was voraus. Ergo: Kein Edelmetall-Biest, aber zumindest rostfrei, immerhin...
6/10