Review

Totally Fu*king 80s!!!?


Highschoolabschluss - das wird feuchtfröhlich in einem Wasserpark gefeuert! Inklusive Megarutsche mit mehreren Bahnen! Perfekt für Duelle und Wettkämpfe! Und einen Killer, der eine der Bahnen mit messerscharfen Klingen verschlossen hat! Deshalb kann die Anweisung „Bitte Arme und Beine am Körper behalten!“ leider nicht immer befolgt werden... Das ist „Aquaslash“ vom „Discopath“-Macher. Wow. Was ein Konzept... Dreist oder genial? Die Wahrheit liegt für mich im Kern eher bei Letzterem - allerdings hier mit dermaßen riesigen Schwächen und Fehlern und Einbußen, dass man meist nur den Kopf schütteln kann...

„Aquaslash“ als kanadischer Retro-Slasher mit Wasserdüse und Badehose in der Ritze hat Momente, in denen ich nahe an der Begeisterung war. Ein Cover von „Sunglasses At Night“, einige heiße Mädels in knapper Bademode, schlechte Frisuren, dumme Sprüche, viel rein-raus ins Becken. Noch dazu dann das grande finale in dem die Röhre in einen überdimensionalen Nicer-Dicer verwandelt wird. Allgemein die unverkennbare 80er-Stimmung (obwohl im Heute spielend). Knackige Laufzeit, knackige junge Leute. Und dennoch bleibt am Ende nur ein Skelett von einem Film. Kein echter Slasher, eine wirklich frech hingerotzte Auflösung, ein an sich bonkers Finnish, auf das man aber scheinbar dermaßen stolz war, dass man danach direkt den Stecker zog und es insgesamt auch in dutzenden Zeitlupen viel zu lang zieht. Ne, da hätte man das nasswarme Konzept voller Blut, Bikinis und Bademassaker einfach ganz anders, runder ausspielen können, fast müssen. Irgendwie ist das gefühlt mehr ein Stinkefinger statt einem Rockergruss, eher ein Schulterzucken statt einem Schulterklopfen. Stinkt wie das Babybecken. 

Fazit: die Vibes und die Idee stimmen. Das ist im Ansatz schön retro und schön stumpf, 80er, feucht-fröhlich. Leider wirkt das Ganze oft eher wie ein Videoclip, sogar gegen Ende wie eine unfertige Rutschpartie in rot, eher Stoff für einen Kurzfilm und die Kills bis zum verrückten Finale sind rar und dann noch meist viel weniger spektakulär als sie sein könnten. Grundsätzlich schon mein Geschmack mit ein paar unvergesslichen „So bad it's good“-Momenten bei diesem Wasserrutschen-Hackebeil. Aber mit dermaßen argen Schwächen und fast schon filmischen Geheimratsecken und Gedächtnislücken, dass man sich automatisch fragt, wo der Rest ist bzw. was schief lief... 

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