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Der patriotische Soldat Honus (Peter Strauss) und die freigeistige Cresta (Candice Bergen) überleben als einzige einen Überfall der Cheyenne auf einen Kavallerietreck. Gemeinsam schlagen sie sich zu einer Militärbasis durch, in der ein Vergeltungsschlag gegen die Indianer geplant wird…

Fernab vom Einfluss der Zivilisation lässt Ralph Nelson seine beiden Kontrahenten in schelmisch inszenierten Schlagabtauschen um Ehre, Gehorsam und Vaterlandstreue, aber auch um Unabhängigkeit, Freiheit und Gleichheit zanken. Aus dem augenzwinkernden Machtkampf setzt Nelson das Bild einer idealen Welt zusammen, wie es sie geben könnte, wenn der Mensch nur von seinen schlechten Gewohnheiten ablassen könnte. In einem aufwühlend brutal inszenierten Massaker lässt er das mühsam aufgebaute Wunschbild an der unmenschlichen Wirklichkeit zerschellen. Der in seiner Gesinnung zutiefst humanistische Hippie-Western leidet freilich unter der unaufhörlichen Thesenschleuderei und dem schmalbrüstigen Argumentationsniveau der Gegenseite, die nie jene bezwingende Manipulationskraft entfalten darf, die ihr in Wirklichkeit so viel zerstörerische Macht verleiht. Letztlich bleibt das gut gemeinte Plädoyer gerade angesichts der halbherzigen Opposition, die bloßzustellen keine große Kunst ist, wackelig, ja es wirft sogar die Frage auf, wie das Böse mit so wenig Überzeugungskraft überhaupt je in die Welt kommen konnte.

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