Review

Ultrabrutaler Western über ein dunkles Kapitel amerikanischer Geschichte.

Story:
Eine Gruppe Cheyenne-Indianer überfällt eine Eskorte, welche Crista Kathy Maribel Lee (Candice Bergen), die jahrelang bei dem Häuptling der Cheyenne, gefleckter Wolf war, zu ihrem Verlobten zurückbringen soll. Die einzigen Überlebenden sind Cresta selbst und der patriotische Soldat Honus (Peter Strauss). Tagelang kämpfen sich die beiden durch die Wildnis, bis Honus verwundet wird. Cresta pflegt ihn gesund, die beiden kommen sich trotz ihrer unterschiedlichen Ansichten näher. Nach einer Liebesnacht geht Cresta ins Lager der Cheyenne zurück, während Honus zu seinen Soldaten zurückkehrt, deren Anführer befiehlt, das Indianerlager niederzumetzeln. Obwohl ihnen dort Gefleckter Wolf mit einer weißen Flagge entgegenreitet, ist das Massaker, an dem auch Crestas Verlobter teilhat, nicht mehr aufzuhalten.

Wieso "Das Wiegenlied vom Totschlag" von vielen so hochgelobt wird, ist mir ein Rätsel. Nach dem stimmungsvollen Intro und dem Überfall auf den Treck (der auch schon einige sehr heftige Details bietet, u.a. eine Leiche mit abgeschlagenem Arm, blutigste Kopfschüsse) wird die Story total langatmig. Völlig uninteressant, wie sich Cresta und Honus tagelang durch die Wildnis kämpfen. Dazu kommt, dass Candice Bergen nach 10 Minuten bereits so unsympathisch und nervend wirkt, dass man sie sich aus dem Film wünscht und die Ausstrahlung von Peter Strauss gegen den Nullpunkt tendiert. Die Annäherung der beiden wirkt auch noch total lächerlich und eher peinlich. Fast wäre ich eingeschlafen.

Über eine Stunde gähnende Leere, eigentlich tödlich für einen Film. Wären da nicht die Schlussminuten, die derart auf die Nieren gehen wie selten etwas zuvor. Uns bleiben bei dem Massaker auf das Indianerdorf auch grausamste Details nicht erspart. Zum Beispiel läuft eine Indianerfrau mit Kind auf dem Arm davon, worauf ein Soldat der Frau den Kopf abschlägt und das Kind weinen auf der Leiche liegt. Man wünscht sich nichts sehnlicher, als dass der Film endlich aufhört, so brutal ist das Ganze. Im Abspann gibt es noch einmal einen quälenden Kameraschwenk über die Gräber, Musik spielt keine, man lässt den Zuschauern mit seinen Gefühlen alleine.

Fazit:
Absolut kein Spaßfilm, dazu viel zu langatmig und am Ende zu brutal. Man kann sich den Film mal ansehen, damit man mitreden kann, ich war jedoch sehr enttäuscht. Ein Film, der nur durch Gewalt in einem Zeitraum von 20 Minuten auffällt, ansonsten tote Hose.

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