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Vier Jugendliche, die von einem Iron Maiden Konzert kommen bauen im Vollsuff einen Unfall. Da weit und breit keine Hilfe in sicht ist, erzählen sie sich drei Gruselgeschichten (die kleine Einführungsgeschichte lass ich jetzt mal außen vor, denn sie hat eigentlich nicht viel zu bedeuten) um sich die Zeit zu verkürzen...
1) Ein verheiratetes Ehepaar verbringt seine Flitterwochen in einem Wohnmobil, mit dem sie quer durch die USA Touren. Der Ehemann möchte gerne alle historischen Stätten und Sehenswürdigkeiten besuchen, während die Ehefrau nur eins im Sinn hat (denn obligatorische Sex-Szenen dürfen ja nicht fehlen!). Nach einigen „heißen“ Stunden treffen sie auf einen Hinterwäldler, der etwas von „bösen Versen“ und Spuren rund um das Wohnmobil herum faselt. Natürlich glauben die beiden ihm nicht, doch als der Ehemann losgehen muss um Benzin zu holen, stellen die beiden fest, dass der Hinterwäldler gar nicht mal so unrecht hatte...
2) Ein kleines, elf Jähriges Mädchen surft im Internet und chattet arglos. Sie erzählt einem Fremden, dass sie am nächsten Tag Geburtstag hat und sie die Nacht allein zu hause ist, weil ihre Eltern und ihre Schwester die ganze Nacht weg sind. Dummerweise ist der Fremde ein Irrer, der sich schnell um Haus einnistet, und schon gehen die Geräusche im Keller los...
3) Ein Motorradfahrer, der ohne Ziel durch die weiten Landstriche der USA zieht, findet in einer Farm Unterschlupf nachdem sein Motorrad nicht mehr anspringt und es zu allem Überfluss auch noch stark zu regnen beginnt. In dem Farmhaus wohnt die stumme aber hübsche Heather. Sie hilft ihm seine Sachen zu trocknen und gibt ihm etwas zu essen. Schnell verliebt sich der reisende in das stumme Mädchen, doch dann beginnt es im Haus zu spuken...
Scary Legends ist eine typische TV-Episodenramsch-Produktion von drittklassigem Charakter. Die Storys fallen eher durch Langeweile denn gruseliger Atmosphäre auf, die Schauspieler sind eher unbekannte Soap-Stars und zusammengehalten wird das ganze durch eine dünne Rahmenhandlung. Ist die erste Story schlichtweg uninteressant und lustlos inszeniert, so ist die zweite nichts weiter als der Aufguss einer alten hausbackenen Geschichte und die dritte trotz einzigem richtigem Gore-Effekt zu vorhersehbar um gut zu sein. Tatsächlich hat sie es trotzdem geschafft, eine kleine Gänsehaut bei mir zu verursachen. Zum Schluss jedoch kommt recht unerwartet dann noch mal ein sehr überraschendes und gut gemachtes Ende, was man so nicht erwartet hätte. Leider ist der Gesamteindruck aufgrund schon genannter Mängel jedoch nicht mehr zu retten.
Fazit: Als Lückenfüller durchaus mal sehenswert, mehr aber auch nicht.

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