Review
von Leimbacher-Mario
Geschichten von Toten
In dieser Horroranthologie aus der zweiten Hälfte der 90er erzählen sich ein paar an der Landstraße „gestrandete“ Jugendliche Spukstories am improvisierten Lagerfeuer - und die waren auch nach „Scream“ und einem meta'tastischen Umbruch im Horrorlager noch ernst zu nehmen!
THE HOOK
4/10
Das Intro in schwarz-weiß über einen Killer mit Hakenhand in den scheinheiligen 50s...
Atmosphärisch aber hohl. Und irgendwo ohne Abschluss, Höhepunkt, Payoff. Merkwürdig. Immerhin zwei sehr bekannte Gesichter.
THE CAMPFIRE
4/10
Die Rahmenhandlung über vier Jugendliche mit Autopanne, die sich am knisternden Lagerfeuer Gruselgeschichten erzählen...
Wraparoundstory - ebenfalls unspektakulär, vorhersehbar und zahm. Nur Staffage. Tut aber seinen Job. Keine allzu guten Jungdarsteller. Möchtegernclever.
THE HONEYMOON
6,5/10
Über sexreiche Flitterwochen im Wohnwagen, die von einer haarigen Überraschung zerfleddert werden...
Wieder ein bekanntes Gesicht mit Ron Livingston. Werwolfaction. Das „klassische Kratzen am Autodach“. Kein Heuler, aber auch nicht haarig.
PEOPLE CAN LICK TOO
8,5/10
Frühe Internetwarnstory über einen ungebetenen Gast eines jungen Mädchens allein zuhause, den sie in einem Chatroom kennengelernt/angelockt hat...
Für mich das wirklich gruselige und fiese, perverse und vorstellbare Highlight des Films. Kernstück und allein das Eintrittsgeld wert.
THE LOCKET
7/10
Ein Motorradfahrer trifft in einem abgelegenen Landhaus auf eine absolute Traumfrau, die jedoch stumm zu sein scheint und von alten Geistern festgehalten bzw. geplagt wird...
Romantisch, gespenstig, gut. Wenn auch natürlich arg berechenbar. Aber dennoch atmosphärisch und rund.
Fazit: nicht super tolle, aber vollkommen passable Anthologie mit kurzen Horrorstories - seiner Zeit voraus, heutzutage dennoch etwas altbacken. Gewohnte Bilder und Snacks. Marshmellowmärchen mit mildem Mitzittern.