Staffel 1
10 Stunden lang Gänsehaut
Jeder Junge rund um den Erdball hatte in den 90s ein rotes Trikot der Bulls,
wenn ich MJ, Pippen und Rodman sah, erhöhte sich mein Puls.
Vielleicht das beste Team, das je die NBA dominierte,
nicht nur ein Poster dieser Jungs mein Zimmer zierte.
„The Last Dance“ von ESPN und Netflix fasst besonders diese speziellen Jahre in Bilder,
denn niemand war besser als Mike, unterschätzter als Pips oder als Rodman wilder.
Von unglaublichen Anekdoten, massiv Talent und unbändigem Willen,
betrachtet diese rote Party nichtmal alles durch die rosaroten Brillen.
Wird das „Flu-Game“ nun zum „Pizza-Gate“, was macht Rodman mit Carmen Electra in Vegas?
Entziehen kann man sich einfach nicht der Magie dieses fliegenden Fegers.
Natürlich steht Jordan im Mittelpunkt, wie es sich auch gehört,
daran hat sich damals wie heute niemand gestört.
Duelle für die Ewigkeit, eine Epoche, wie man sie nicht nachmachen kann,
das wird sicher einige junge Zuschauer motivieren und schlagen in seinen Bann.
Dieser letzte Tanz ist elegant und interessant,
manch eine Erkenntnis ist sogar schlichtweg brisant.
Da kann man nur staunen, das gibt’s nicht noch mal,
da werden nicht nur die bemitleidenswerten Malone und Stockton ganz fahl.
Allein ein paar Insider aus dem amerikanischen Dream Team von '92 sind die Zeit wert,
kein Wunder, dass diese Kollektion noch immer als die beste Mannschaft aller Zeiten wird verehrt.
Jordan war einfach ein ganz besonderer Typ,
der für das Ballen und Siegen gemacht war, der für seine Berufung glüht.
Von Baseballauszeiten, Knöchelbrüchen und Rivalitäten,
zu diesem Jahreshighlight sollte sich kein Sportfan verspäten.
Das ist episch, wenn jemals was episch war,
die Welt hatte seitdem niemals mehr einen solchen Sportmegastar.
Genau das, was die Menschheit in der Coronakrise braucht,
das ist so gut, danach war ich jede Woche fast etwas erlaucht.
Wer nur einen Hauch Bock je in seinem Leben auf Basketball hatte,
zieht sich diese 10 Folgen mal ganz schnell auf seine Hirnplatte.
In Sachen Sportdokus sicher ein neues Nonplusultra,
danach versteht man sofort, warum damals war ein solcher Hype und Kult da.
Clever, unfassbar unterhaltsam und süchtigmachend verschachtelt,
ein Genie, wer das hat in seiner Kammer zusammengebastelt.
Ein paar Teamkollegen von Mike kommen zwar etwas kurz,
doch ein Steve Kerr beschert einem hier mindestens einen Schlurz.
„The Last Dance“ ist einfach ein Must-See-Event,
und mit ein großer Grund, warum auch in den kommenden Jahren noch jedes Kind Michael Jordan kennt.
Nennt ihn Arsch, eingebildet oder zu verbissen,
dennoch will keiner seiner Mitspieler, Fans und Gegner (!) ihn jemals missen.
Fazit: was für ein Tanz... zusammen mit „Hoop Dreams“ ziemlich sicher die beste Basketballdoku, die je gemacht wurde. Über das beste Team, das das Spiel je gespielt hat. Mit dem besten, unglaublichsten Spieler und Sportler, den diese Welt je je hatte. Nicht nur für Fans von Jordan, den Bulls, der NBA oder des titschenden Sports - sondern für JEDEN schlicht und einfach Pflichtprogramm. Absolut unumgänglich. Fantastisch. Motivierend. Einzigartig. Emotional. Verpassen wäre eine Sünde. (10/10)