Review

iHaveCNit: Hannes (2021) – Hans Steinbichler – Studiocanal
Deutscher Kinostart: 25.11.2021
gesehen am 29.11.2021
Cinestar Metropolis – 19:00 – Kinosaal 4 – Reihe F Platz 5

Als ich irgendwann vor Monaten bereits den Trailer zu „Hannes“ im Kino gesehen habe, hat mich der Film aufgrund seiner Bilder und seiner Geschichte interessiert. Da es sich hier um eine Romanverfilmung des Romans von Rita Falk handelt ist es bei mir so wie in den meisten Fällen, dass ich den Roman nicht gelesen habe und somit unvoreingenommen den Film ansehe. So herzlich die Geschichte und so hochwertig die Bilder sind, der Film hat leider mit einigen Schwächen zu kämpfen.

Hannes und Moritz kennen sich bereits seit der Geburt. Sie sind nahezu zeitgleich am selben Ort auf die Welt gekommen und seitdem unzertrennliche Freunde. Bei einem gemeinsamen Urlaub in Tirol mit den Motorrädern tauschen beide nach einem Defekt die Räder und es kommt zu einem Unfall, der Hannes auf die Intensivstation und ins Koma zwingt. Von Schuldgefühlen geplagt und von der unzertrennlichen Freundschaft geprägt möchte Moritz nun bis Hannes aus dem Koma erwacht die Aufgaben von Hannes übernehmen und dessen Tagebuch weiterschreiben.

Klar ist die Geschichte über eine aufopferungsvolle Freundschaft sehr herzlich und gepaart mit Trauerverarbeitung, Selbstfindung durchaus interessant und auch mit großartig gefilmten Bildern ein hochwertiger Genuss im Kino. Doch leider hat das Ganze ein paar Schwächen auf der Brust. Leider will der Film sehr vieles verdichtet in 90 Minuten erzählen, so dass vieles sehr oberflächlich und auch in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen eher behauptet bleibt. Des weiteren wird vieles durchaus romantisiert und durchaus fragwürdig dargestellt und bei manchen Elementen der Handlung sind schon einige Augen notwendig, die man zudrücken muss. Bei den schauspielerischen Leistungen ist alles durchgehend routiniert, doch einige Gastauftritte wirken etwas verschenkt. Und die Erzählung und audiovisuelle Inszenierung hat sich alle Mühe gegeben eine emotionale Verbindung zum Zuschauer aufzubauen, doch auch dort hat er bei mir nur bedingt gezündet.

„Hannes“ - My First Look – 6/10 Punkte.

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