Inhalt:
China, vor vielleicht 100 Jahren. Chao (Lu Ping) will in einer sehr wohlhabenden Stadt eine eigene KungFu-Schule eröffnen, und besucht Meister Lam (Tsao Chien), der bereits eine etablierte Schule leitet. Chao will ein Einverständnis Meister Lams, doch dieser verweist auf die Zuständigkeit eines Kommitees und weist zudem das Geschenk Chaos zurück.
Daraufhin fordert Chao ein Duell mit Lam, welches aber sein bester Schüler, Chin Chan (Barry Chan aka Wei Tsu-Yun), für ihn siegreich bestreitet. Nunmehr kommt es zum Machtkampf, Chao erweist sich als ein skrupelloser Gangster, der die KungFu-Schule zugrunde richten und Lam aus dem Weg räumen will. Er verwendet hierzu auch eine bewusstseinsverändernde Droge, und es kommt zu etlichen Kämpfen sowie zum Mord an einer jungen Frau.
Schließlich wird auch der Meister getötet, und Chin Chan wird für den Mörder gehalten. Selbst die ihm nahe stehende Tochter des Meisters, Miss Lam (Hou Yi), hält ihn für schuldig. Chin Chan wird vom Police-Captain Liu (Anthony Chen Chiang) festgenommen, bevor es zur Verhandlung kommt, will Liu allerdings seine Ermittlungen erst zu Ende führen.
Chao ist nur der Hintermann des machtgierigen Mister Rung (Chan Wai-Lau aka Chen Hui-Lou), dessen Gespielin (Chiang Ching-Hsia) ihn mit masochistischen Sex-Spielen bei Laune halten muss. Es geht um nichts anderes, als die wohlhabende Stadt zu übernehmen, und hierfür wird auch Captain Liu brutal getötet.
Chin Chan gelingt indes die Flucht. Es ist nun für Chin Chan Zeit, Rache an allen Gangstern zu nehmen. Es kommt zum Show-Down und zwischen Chin Chan und Chao zum mit äußerster Brutalität geführten, blutigen Duell auf Leben oder Tod...!
Kritik:
Im Jahre 1973, dem Todesjahr von Bruce Lee, als die KungFu-Welle weltweit ihren Höhepunkt erreichte, drehte Regisseur Yang Tao (aka Yang Dao) für die Studios von "Hua Xia" aus Hongkong, diesen knallharten Eastern auf Taiwan.
Die Kulissen sind einfach, vieles spielt sich in billigen Einzelzimmer-Sets und im Freien ab, die Story ist so dünn wie teils konfus in Szene gesetzt, und die Darstellungen sind auch nicht gerade hochtrabend virtuos. Also ein kostengünstiger B-Eastern, schnell und billig gemachte Massenware, eben ein KungFu-Actioner von der Stange.
Aber auf diesem schmalen Level unterhält das alles den eingefleischten Eastern-Fan (und eben wohl auch nur diesen) recht passabel. Wenngleich dies ein KungFu-Actioner zum schnellen Konsum und raschen Hakensetzen nach der Betrachtung ist. Das Tempo ist dafür hoch, das Rache-Schema hält alles am Laufen, der Spannungsbogen steigt zum unvermeidlich-vorhersehbaren End-Duell stetig, und die dann knallharte KungFu-Fightaction kann dann noch routiniert für alles was an Schwächen da ist, locker entschädigen.
Hohe Schauspielkunst, eine episch-anspruchsvolle Story und Hochglanz-Bilder waren hier ja auch nicht zu erwarten gewesen. Yang Tao spult seinen Eastern als typischen Genre-Beitrag und B-Streifen routiniert runter, der den hartgesotten-eingefleischten Fan "für Zwischendurch" ohne höhere Ambitionen unterhalten soll.
Barry Chan (aka Wei Tsu-Yun) ist hier der Held, der einmal mehr den einsamen, harten KungFu-Fighter ala Bruce Lee spielt. Das Idol bleibt natürlich unerreicht, aber im Fahrwasser der Filme Bruce Lees ist auch "The Invincible Hero" angesiedelt, ein eisenharter Actioner punktum. Barry Chan macht das soweit ordentlich, und prügelt sich durch diesen B-Eastern vom Grabbel-Tisch.
Lu Ping verlangt unserem Helden alles ab, als skrupelloser Villain bietet er ein soweit solides Spiel. Anthony Chen Chiang wirkt als Police-Captain hier etwas verloren, aber seine charismatische Aura hebt alles ein bissel. Chan Wai-Lau (aka Chen Hui-Lou) hat man schon oftmals besser erlebt, hier markiert er den gestört-masogeilen Obervillain, allerdings mit weit weniger Screen-Time als Lu Ping. Chan nimmt man als Betrachter halt so mit, und die Auspeitsch-Szene mit der rassigen Actrice Chiang Ching-Hsia bietet mit Sexploitation etwas Abwechselung.
Der Rest des Ensembles agiert soweit passabel. Die Damen im Cast: Chiang Ching-Hsia lässt sich als Luxus-Gespielin Chan Wai-Laus auspeitschen, mein Schwarm, die reif-vollbusige Chao Ting (aka Chiu Ting) ist als weinerliche Mutti in einer Nebenrolle zu sehen (ich hätte es reizvoller gefunden, sie wäre die Gespielin Chan Wai-Laus gewesen), und die sehr attraktive Hou Yi agiert als verzweifelt-unsichere Girlie-Freundin des Helden, den sie erst für den Mörder ihres Vaters -im Film- hält. Wow, Hou Yi, eine unbekanntere Actrice, aber sie ist wirklich bildhübsch, ich könnte sie nur abweisen, wäre ich mit Ida Björnstad und Roberta Bieling liiert.
Wichtigstes ist die KungFu-Action, die nicht viel neues von der KungFu-Front bietet. Aber die KungFu-Fightaction ist hart, klassische Technik und Steetfight-Action vermengen sich, so wird richtig gekämpft, knallhart gefightet. Natürlich durchziehen viele Kämpfe diesen KungFu-Actioner, und das End-Duell Barry Chan vs Lu Ping ist ein langer, intensiver und brutaler Fight in felsiger Hintergrund-Kulisse.
Insgesamt ist das eine für den eingefleischt-hartgesottenen Eastern-Vielseher passable Unterhaltung. Ein knallharter KungFu-Film "für Zwischendurch". Äußerst knappe, wohlwollend aufgerundete 6 von 10 Punkten stehen zu Buche, gleichwohl ich mir sagte: Der nächste Eastern bitte.