Rae und Liam erwarten ihr erstes Kind, sind aber unsicher, ob sie tatsächlich schon bereit sind, Eltern zu werden. Um etwas Abstand zu gewinnen und ein ruhiges Wochenende in Zweisamkeit zu genießen, mieten sie sich in einem abgeschiedenen Gasthaus ein. Die Besitzerin Monica erzählt ihnen von der dunklen Vergangenheit des Hauses, denn in dem ehemaligen Geburtshaus wurden früher ungewollte Babys und ihre Mütter umgebracht …
Mir ist in letzter Zeit öfters aufgefallen, dass mein Geschmack wirklich oft dem Mainstream widerspricht. Denn die Bewertungen bei ofdb und auch imdb sind eher mau. Mir hat der Streifen aber gut gefallen.
Das liegt zum einen an dem recht schicken Setting und auch an den Darstellern. Diese sind mir zwar nicht bekannt, heben den recht schmal budgetierten Streifen (der im kanadischen TV lief) aber über den Durchschnitt.
Die Veränderung der Personen im Laufe des Films sind immer nachvollziehbar und wirken nicht, wie in so vielen Horrorstreifen, weit hergeholt. Zudem gibt es die ein oder andere Wendung, auf die man nicht wirklich kommen kann. Besonders die Pointe etwa 15 Minuten vor Ende des Streifens ist wirklich gelungen und überraschend. Auch das Ende gefällt in seiner Konsequenz.
Für Leute die gerne Blut sehen, ist das hier natürlich nichts, denn ich kann mich nicht erinnern, dass es in dem Streifen wirklich viel des roten Saftes zu sehen gab. Der Film funktioniert eher auf der subtilen Basis, etwa wie THE OTHERS, obwohl der natürlich als Referenzfilm ein wenig hochgesteckt ist – aber in diesem Subgenre bewegt sich eben auch THE CHILD REMAINS.
Fazit: Für meinen Geschmack ein wenig underrated, denn Leute, die eher den untergründigen Horror mögen, sollten hier durchaus Gefallen finden.